UN-Millenniumsentwicklungsziele: Status und Fortschritt (2018)
Die Millenniumsentwicklungsziele der UN (MDGs) zielten darauf ab, die globale Gesundheit zu verbessern und Armut zu reduzieren. Zwar wurden bei den bis 2015 laufenden Zielen bedeutende Fortschritte erzielt, aber nicht alle Teilziele wurden erreicht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte im Februar 2018 einen Fortschrittsbericht zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDGs), einem Set von acht Zielen, denen sich die UN-Mitgliedsstaaten bis 2015 verschrieben hatten. Der Bericht detallierte die Fortschritte in der globalen Gesundheit und zeigte gleichzeitig Bereiche auf, in denen die Ziele verfehlt wurden.
Weltweit ging die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren signifikant zurück, von 12,7 Millionen im Jahr 1990 auf 6,3 Millionen im Jahr 2013. In Entwicklungsländern sank der Anteil untergewichtiger Kinder unter fünf Jahren im gleichen Zeitraum von 28 % auf 17 %.
Neue HIV-Infektionen gingen weltweit zwischen 2001 und 2013 um 38 % zurück. Auch Tuberkulosefälle und die damit verbundenen Todesfälle verzeichneten Rückgänge. Darüber hinaus erreichte die Welt im Jahr 2010 das Ziel des Zugangs zu sicherem Trinkwasser.
Die Fortschritte waren jedoch ungleich verteilt. Viele Länder, die von hohen HIV/AIDS-Raten, wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder Konflikten betroffen waren, blieben zurück. Nicht alle gesundheitsbezogenen Ziele wurden vollständig erreicht, darunter das Ziel, die Müttersterblichkeit um zwei Drittel zu senken und den universellen Zugang zur reproduktiven Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.
Die MDGs wurden inzwischen durch die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) abgelöst, die die früheren Anstrengungen für eine nachhaltigere und gerechtere Welt bis 2030 erweitern und vertiefen.