Taucher erkunden Wrack des Kriegsschiffes Kronan seit über 40 Jahren
Archäologen untersuchen seit mehr als 40 Jahren das Wrack des schwedischen Kriegsschiffes Kronan vor der Küste von Öland. Die Funde beleuchten eine Seeschlacht des 17. Jahrhunderts und das Leben an Bord.

Seit über vier Jahrzehnten erforschen Archäologen das Wrack des schwedischen Kriegsschiffes Kronan, das vor der Küste von Öland sank. Die Taucharbeiten begannen 1981, und der Historiker und Meeresarchäologe Lars Einarsson leitet die Untersuchung seit 1982.
Die 1668 vom Stapel gelaufene Kronan war das größte schwedische Kriegsschiff ihrer Zeit. Sie sank 1676 in einer dramatischen Seeschlacht, bei der nur etwa 40 der 850 Besatzungsmitglieder überlebten. Das Wrack wurde im August 1980 wiederentdeckt, initiiert von Anders Franzén und seinem Team von Tauch-Ingenieuren.
Bisher wurden über 35.000 Artefakte aus dem Wrack geborgen. Zu den bemerkenswerten Funden gehören Schwedens größter Hort an Goldmünzen und der größte Fund von Silbermünzen auf See in Schweden. Unerwartete Objekte wie Schmuck, Bücher und Medikamente wurden ebenfalls geborgen und geben Einblicke in das tägliche Leben an Bord.
Einarsson beschreibt die Fundstelle als "einen eingefrorenen Moment in der Zeit". Die Untersuchung der Kronan gilt als die längste laufende marinearchäologische Ausgrabung der Welt und bietet einen einzigartigen historischen Einblick. Viele der geborgenen Gegenstände werden im Kalmarer Kreis-Museum ausgestellt.
Die Ausgrabungsarbeiten nähern sich dem Ende, wobei die verbleibenden Bemühungen auf Dokumentation und Analyse konzentriert sind, einschließlich der Datierung des Schiffsholzes. Das Museum aktualisiert seine Ausstellung über die Kronan mit audiovisuellen Verbesserungen, um das Besuchererlebnis der geborgenen Artefakte weiter zu bereichern.