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Arbeitslosenanträge auf 57-Jahres-Tief – Stimmung am Arbeitsmarkt bleibt gedämpft

Neue Zahlen des Arbeitsministeriums zeigen, dass die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung auf ein fast 60-Jahres-Tief gefallen sind. Dennoch äußern viele Amerikaner Pessimismus bezüglich der Wirtschaft.

23. Juli 2026
Arbeitslosenanträge auf 57-Jahres-Tief – Stimmung am Arbeitsmarkt bleibt gedämpft

Der US-Arbeitsmarkt verzeichnet einen Rückgang der Entlassungen: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind auf den niedrigsten Stand seit fast 60 Jahren gesunken. In der Woche bis zum 18. Juli fielen die saisonbereinigten Anträge um 22.000 auf 187.000 – ein Niveau, das seit September 1969 nicht mehr erreicht wurde.

Dieser deutliche Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deutet darauf hin, dass weit verbreitete Befürchtungen vor Massenentlassungen derzeit nicht eintreten. Auch die Zahl der laufenden Arbeitslosenunterstützungsfälle blieb weitgehend stabil, was darauf hindeutet, dass zwar weniger Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, viele aber weiterhin arbeitslos sind.

Trotz der positiven Zahlen bezüglich Entlassungen bleibt die allgemeine Stimmung hinsichtlich der US-Wirtschaft gedämpft. Viele Ökonomen beschreiben das aktuelle Umfeld als eines mit „niedrigem Feuer, niedriger Einstellung“, in dem Arbeitgeber zögern, bestehende Mitarbeiter zu entlassen, aber nicht aggressiv neue Arbeitskräfte einstellen. Das Jobwachstum hat sich zwar in den letzten Jahren etwas verbessert, hat aber noch nicht das Niveau von vor der Pandemie erreicht.

Im Juni blieben die Einstellungen hinter den Erwartungen zurück: US-Unternehmen schufen nur 57.000 Arbeitsplätze, weniger als die Hälfte des Wertes des Vormonats. Diese Zahlen wurden weiter nach unten korrigiert, was zu einem Nettoverlust von 74.000 Arbeitsplätzen gegenüber den ursprünglichen Berichten führte. Daniel Zhao, Chefökonom bei Glassdoor, bezeichnete die Entwicklungen im Juni als „abgesagte Feuerwerksshow“, was die gedämpften Hoffnungen auf einen sich schnell beschleunigenden Arbeitsmarkt unterstreicht.

Eine aktuelle Umfrage von CNBC ergab, dass 61 % der registrierten Wähler pessimistisch hinsichtlich der aktuellen und nahen Zukunft der Wirtschaft sind, was die breitere öffentliche Besorgnis widerspiegelt. Deloitte's Global Economics Research Center wies darauf hin, dass es trotz der Erholung des Arbeitsmarktes zu früh sei, um alle Risiken für überstanden zu erklären. Die nachlassende Konsumausgaben und die begrenzte Auswirkung von KI-Investitionen auf die unmittelbare Schaffung von Arbeitsplätzen tragen zur allgemeinen Vorsicht bei.

Originalquelle: fastcompany.com