Uniper beginnt Rückbau des Kohlekraftwerks Wilhelmshaven
Uniper hat mit dem Rückbau seines ehemaligen Kohlekraftwerks in Wilhelmshaven begonnen, der bis Ende 2029 andauern soll. Parallel dazu werden auf dem Gelände Projekte für erneuerbare Energien entwickelt.

Der Energiekonzern Uniper hat mit dem Rückbau seines ehemaligen 777-MW-Kohlekraftwerks in Wilhelmshaven begonnen, nachdem die Stromerzeugung im Dezember 2021 eingestellt wurde. Das umfassende Rückbauprogramm, das im Oktober 2026 startete, soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Ein wesentlicher Teil des Programms ist der geplante Abriss des 275 Meter hohen Schornsteins im Frühjahr 2027.
Das 50-jährige Kraftwerk, das 1976 in Betrieb genommen wurde, wurde im Zuge des deutschen Kohleausstiegs stillgelegt. Unipers Entscheidung zur Stilllegung fiel Ende 2025, womit die Entwicklung des rund 100 Hektar großen Geländes für neue Energiezwecke eingeleitet wurde. Im Laufe seines 45-jährigen Betriebs verbrauchte das Kraftwerk über 58 Millionen Tonnen Steinkohle und produzierte mehr als 151 Millionen MWh Strom.
Parallel zu den Rückbauarbeiten entwickelt Uniper auf dem Gelände neue Energieprojekte. Ein Solarpark mit einer Leistung von etwa 17 MWp steht kurz vor der Fertigstellung, und ein Batteriespeichersystem (BESS) mit 50 MW Leistung und 100 MWh Kapazität befindet sich im Bau. Darüber hinaus sind Pläne für eine groß angelegte Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff unter Nutzung von Offshore-Windenergie als Teil des "Energy Transformation Hub Nord-West" vorgesehen.
Uniper beabsichtigt, bestimmte Strukturen wie Verwaltungsgebäude und Werkstätten für zukünftige betriebliche Zwecke zu erhalten. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein langjähriges Ausbildungszentrum, das junge Menschen auf technische Berufe im Energiesektor vorbereitet und Weiterbildungen für Fachkräfte anbietet.