Forscher der University of Minnesota bauen synthetische Zelle, die wächst und sich teilt
Ein Forschungsteam der University of Minnesota hat erfolgreich eine synthetische Zelle von Grund auf neu konstruiert, die wachsen und sich teilen kann. SpudCell ist ein wichtiger Schritt in Richtung Schaffung künstlichen Lebens.

Forscher der University of Minnesota haben die erste synthetische Zelle aus nicht-zellulären Materialien entwickelt, die wachsen und sich teilen kann. Die SpudCell-Zelle stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich des künstlichen Lebens dar und demonstriert einen grundlegenden Zellteilungszyklus außerhalb der natürlichen Biologie.
Die SpudCell besteht aus 36 gereinigten Enzymen, einem Genom mit 90.000 Basenpaaren auf neun DNA-Molekülen und einer Lipidmembran. Die künstliche Zelle hat gezeigt, dass sie sich über mehrere Generationen vermehren und ihr Genom replizieren kann.
Die Forschung nutzte ein zellfreies Proteinsynthesesystem und synthetische DNA. Die Ernährung erfolgte extern durch "Futter-Liposomen", die mit der SpudCell verschmolzen. Sobald die Zelle eine ausreichende Größe erreicht hatte, löste ein spezifisches Protein ihre Verengung und Teilung in zwei neue Tochterzellen aus.
Wissenschaftler testeten auch die rudimentären evolutionären Fähigkeiten der synthetischen Zelle. Eine modifizierte Variante der SpudCell, die sich fester an nährstoffhaltige „Nahrungsbläschen“ binden konnte, zeigte einen Wettbewerbsvorteil bei der Ressourcenbeschaffung im Vergleich zum ursprünglichen Stamm. Dies deutet darauf hin, dass SpudCell sich unter Umwelteinflüssen anpassen kann.