Wartezeiten für Krebsoperationen in den USA steigen an
Die Wartezeiten für Krebsoperationen in den USA haben sich im letzten Jahrzehnt kontinuierlich verlängert. Neue Forschungen deuten darauf hin, dass diese Verzögerungen die Patientenergebnisse negativ beeinflussen könnten.

Die Wartezeiten für Krebsoperationen in den USA haben sich im letzten Jahrzehnt stetig verschlechtert, obwohl die Krebsbehandlungen Fortschritte gemacht und die Ergebnisse sich verbessert haben. Dieser Trend unterstreicht eine wachsende Herausforderung beim Zugang zu zeitnaher chirurgischer Versorgung.
Eine in JAMA Surgery veröffentlichte Studie zeigt, dass Patienten mit Brust-, Darm-, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und Speiseröhrenkrebs im Vergleich zu 2012 längere Wartezeiten für Operationen hatten. Rechtzeitigkeit in der Gesundheitsversorgung gilt als kritischer Qualitätsmaßstab, und Verzögerungen bei Krebsoperationen werden mit schlechteren Ergebnissen in Verbindung gebracht, darunter reduzierte Überlebensraten sowie erhöhte Angstzustände und Belastungen für die Patienten.
Die Ergebnisse basieren auf Daten von über 2,7 Millionen Patienten, bei denen zwischen 2012 und 2023 nicht-metastatische Krebsarten im Stadium I-III diagnostiziert wurden, die eine Operation erforderten. Forscher unter der Leitung von Timothy Donahue von der University of California, Los Angeles, teilten diesen Zeitraum in vier Gruppen: 2012–2015, 2016–2019, 2020–2021 und 2022–2023, um die Veränderungen der Wartezeiten zu verfolgen.
Obwohl die Studie noch keine spezifischen Gründe für die zunehmenden Verzögerungen anführt, unterstreichen die Ergebnisse erhebliche Probleme beim Zugang zur Versorgung innerhalb des US-Gesundheitssystems. Weitere Analysen werden voraussichtlich Faktoren und mögliche Lösungen untersuchen.