US-Kongresswahlen: Ergebnisse könnten aufgrund komplexer Zählverfahren auf sich warten lassen
Die Bestimmung der Mehrheitsverhältnisse im Kongress verzögert sich durch spezifische Auszählungsmethoden in den Bundesstaaten.

Die Entscheidung über die Kontrolle des US-Kongresses steht bevor, doch die Bestätigung der Mehrheitsverhältnisse könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Associated Press, die für die Ausrufung der Ergebnisse in allen 435 Wahlbezirken des Repräsentantenhauses und 35 Senatssitzen zuständig ist, weist darauf hin, dass nur dann Gewinner ausgerufen werden, wenn der mathematische Vorsprung nicht mehr einholbar ist.
Verzögerungen ergeben sich vor allem durch länderspezifische Verfahren. In bevölkerungsreichen Staaten wie Kalifornien werden große Mengen an Briefwahlunterlagen erst nach dem Wahltag vollständig verarbeitet. In Staaten wie Alaska und Maine erschwert das System der Rangfolgewahl (Ranked-Choice Voting) die schnelle Auszählung, da bei fehlender absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang Stimmen umverteilt werden müssen.
Historische Daten stützen die Erwartung langer Wartezeiten: Beim letzten Präsidentschaftszyklus 2024 dauerte es acht Tage, bis die Mehrheit im Repräsentantenhaus zweifelsfrei feststand. Die Wähler müssen sich daher auf einen längeren Zeitraum einstellen, bevor die endgültige Zusammensetzung beider Kammern bekannt ist.