📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

US-Gericht: Google muss Ad-Exchange nach Kartellrechtsverlust nicht verkaufen

Ein US-Bundesrichter hat entschieden, dass Google seine Online-Werbebörse nicht verkaufen muss, obwohl das Unternehmen einen Kartellrechtsfall verloren hat.

2. September 2026
US-Gericht: Google muss Ad-Exchange nach Kartellrechtsverlust nicht verkaufen

Ein US-Bundesrichter hat entschieden, dass Google seine Online-Werbebörse, früher bekannt als AdX, nicht verkaufen muss. Das US-Justizministerium (DOJ) hatte diese Veräußerung als Sanktion gefordert, nachdem Google einen langwierigen Kartellrechtsprozess im Jahr 2025 verloren hatte. Die Folgen für Google nach dieser Niederlage werden nun voraussichtlich minimal ausfallen.

Das DOJ und eine Koalition von Bundesstaaten hatten argumentiert, dass Google seine erhebliche Marktmacht im Bereich Online-Displaywerbung missbraucht habe, um den Wettbewerb einzuschränken. Die Staatsanwaltschaft behauptete, Google habe Werbeauktionen zu seinen Gunsten manipuliert. Während das Gericht zustimmte, dass Google Publisher illegal an seine Börse gebunden hat, wurde nicht festgestellt, dass das Unternehmen gegen das Gesetz in Bezug auf die von Werbetreibenden genutzten Werkzeuge verstoßen hat.

Trotz des gemischten Urteils hatte das DOJ während der Sanktionsphase argumentiert, dass eine Veräußerung der Google-Ad-Exchange, die Werbekäufer und -verkäufer verbindet, der effektivste Weg sei, um fairere Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Dies wird jedoch nicht geschehen. Obwohl die Ad-Exchange nur einen kleinen Teil von Googles Gesamteinnahmen ausmacht, hätte eine Verkaufsanordnung erhebliche Auswirkungen auf das gesamte Werbegeschäft haben und ein starkes Signal an andere große Technologieunternehmen senden können, die sich verstärkter kartellrechtlicher Prüfung gegenübersehen.

Originalquelle: arstechnica.com