USA und Iran: Konflikt am Hormus und kostspielige Pattsituation
Die USA haben Fortschritte bei der Lockerung von Irans Kontrolle über die Straße von Hormuz erzielt und dessen Ölexporte weitgehend gestoppt. Der von den USA und Israel begonnene Krieg ist jedoch weit entfernt von einem Ende, und es gibt keine Anzeichen für eine diplomatische Lösung.

In den letzten Wochen ist es den USA gelungen, den Griff des Iran über die Straße von Hormuz zu lockern und dessen eigene Ölexporte praktisch zum Erliegen zu bringen, was den wirtschaftlichen freien Fall des Landes beschleunigt. Der Krieg, der im Februar von den USA und Israel begonnen wurde und ursprünglich nur wenige Wochen dauern sollte, ist jedoch noch lange nicht vorbei, und die Pattsituation ist für beide Seiten kostspielig.
Der zunehmende wirtschaftliche Druck auf den Iran hat bisher keinen Volksaufstand ausgelöst. Wenn die Führung des Landes in die Enge getrieben wird, könnte sie eine militärische Eskalation einer Kapitulation vorziehen. Die Verbündeten des Iran, die Huthi-Rebellen im Jemen, haben ihrerseits ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt und tragen so zur Steigerung der Ölpreise bei.
Der Preis für Brent-Rohöl überstieg diese Woche 100 US-Dollar, und Diesel erreichte einen Rekordwert, was potenziell die Inflation anheizen könnte. Analysten weisen darauf hin, dass die USA den Krieg gegen den Iran nicht gewinnen, trotz der Erfolge bei der Schwächung der iranischen Wirtschaft und der Erleichterung der Schifffahrt in der Meerenge.
Die iranischen Ölexporte sind drastisch gesunken, während die Exporte anderer Länder gestiegen sind. Dies erfordert einen erheblichen militärischen Einsatz der USA in der Meerenge, was die militärischen Ressourcen beansprucht. Der Konflikt hat die US-Steuerzahler bereits über 37,5 Milliarden Dollar gekostet und zum Tod von 18 US-Soldaten geführt.
Teheran könnte auf andere Weise eskalieren. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben Angriffe auf saudische Ölanlagen gestartet und bedrohen deren Exporte. Experten gehen davon aus, dass Teheran wiederholt signalisiert hat, auf den zunehmenden Druck der USA mit Eskalation zu reagieren, anstatt nachzugeben.