US-Wahl: Ökonomische und marktbezogene Risiken erörtert
Die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen werfen wirtschaftliche und marktbezogene Unsicherheiten auf. Eine republikanische Mehrheit im Kongress gilt als wahrscheinlich.

Weniger als einen Monat vor den US-Präsidentschaftswahlen am 5. November herrscht erhebliche Unsicherheit über die wirtschaftlichen und marktbezogenen Auswirkungen des Ergebnisses. Aktuell konzentrieren sich die Finanzmärkte zwar auf andere Themen, doch die Umfragen deuten auf ein sehr enges Rennen hin.
von großer Bedeutung sind zudem die Ergebnisse der Kongresswahlen. Prognosen zufolge werden die Republikaner voraussichtlich die Kontrolle über den Senat gewinnen. Dies könnte zu einer „Sweep“-Situation führen, bei der dieselbe Partei das Weiße Haus und den Kongress kontrolliert, falls Donald Trump die Präsidentschaftswahl gewinnt. Sollte Kamala Harris gewinnen, würde sie wahrscheinlich einem gespaltenen Kongress gegenüberstehen, was die Umsetzung ihrer politischen Agenda erschweren würde.
Unabhängig vom Wahlausgang werden keine drastischen haushaltspolitischen Verschiebungen erwartet. Ein erheblicher Teil der Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit läuft aus, und beide Kandidaten werden wahrscheinlich versuchen, Teile davon zu verlängern. Angesichts der bereits hohen Defizite ist es unwahrscheinlich, dass eine Partei große fiskalische Anreize durchsetzen kann, und die hohen Defizite werden voraussichtlich fortbestehen.
Eine zweite Amtszeit Donald Trumps birgt laut Einschätzungen größere Abwärtsrisiken als seine erste. Insbesondere potenzielle handels- und immigrationspolitische Maßnahmen könnten Inflation und Lohnsteigerungen wieder anheizen und den Kurs der Zinssenkungen der US-Notenbank beeinflussen. Dies könnte das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, wobei der inflationäre Effekt dominieren könnte. Geopolitische Spannungen könnten sich ebenfalls verschärfen.