Mitarbeiterbindung in den USA auf 15-Jahres-Tief
Laut Gallup ist die Mitarbeiterbindung in den USA auf unter 30 Prozent gesunken, was vor allem auf mangelnde Führungsunterstützung zurückgeführt wird.

Die Mitarbeiterbindung in den Vereinigten Staaten ist auf 29 Prozent gesunken und damit auf den niedrigsten Stand seit 2011. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung von Gallup hervor. Der Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal bedeutet, dass etwa 3,2 Millionen Beschäftigte weniger als zuvor als engagiert gelten. Gleichzeitig stieg der Anteil der aktiv demotivierten Arbeitnehmer von 17 auf 18 Prozent.
Besonders stark ist der Abwärtstrend bei Remote- und Hybrid-Beschäftigten, insbesondere in Unternehmen, die verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen. Während KI-Integration früher mit einer höheren Bindung korrelierte, hat sich dieser Vorsprung laut Gallup im letzten Quartal deutlich verringert. Die Daten legen nahe, dass die Managementunterstützung nicht mit dem Tempo der technologischen Veränderungen Schritt gehalten hat.
Die Wahrnehmung von Rollenklarheit und das Gefühl, dass sich Vorgesetzte für die persönliche Situation der Mitarbeiter interessieren, haben abgenommen. Der Bericht weist darauf hin, dass die fehlenden Möglichkeiten zur informellen, persönlichen Kommunikation bei der Arbeit im Homeoffice die Bindung an das Unternehmen zusätzlich schwächen könnten.
Gallup analysiert die Mitarbeiterbindung seit dem Jahr 2000. Der aktuelle Wert liegt deutlich unter dem Höchststand von 36 Prozent aus dem Jahr 2020.