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Technologie

US-Regierung beschränkte KI-Zugang und löste rechtliche Fragen aus

Das US-Handelsministerium wies Anthropic an, den Zugang zu zwei seiner fortgeschrittenen KI-Modelle aus Gründen der nationalen Sicherheit einzuschränken. Die Maßnahme machte die Modelle vorübergehend für alle Benutzer unzugänglich und warf Fragen nach der Befugnis der Regierung zur globalen KI-Regulierung auf.

24. Juli 2026
US-Regierung beschränkte KI-Zugang und löste rechtliche Fragen aus

Am 12. Juni wies das US-Handelsministerium das KI-Unternehmen Anthropic an, den Zugang zu seinen beiden fortschrittlichsten Sprachmodellen, Claude Fable 5 und Mythos 5, sofort einzuschränken. Die Anordnung, die nationale Sicherheitsbedenken anführte, untersagte den Zugang für alle ausländischen Staatsbürger, einschließlich der nicht-amerikanischen Angestellten des Unternehmens. Infolgedessen machte Anthropic die Modelle innerhalb weniger Stunden für alle unzugänglich.

Da das Unternehmen nicht in der Lage war, die Nationalität jedes einzelnen Benutzers, auch derjenigen außerhalb der USA, sofort zu überprüfen, entschied es sich, die Modelle vollständig abzuschalten. Das Handelsministerium hob seine Beschränkung am 30. Juni auf, nachdem Anthropic die Sicherheitsvorkehrungen der Modelle erheblich verstärkt hatte. Diese Verbesserungen führten jedoch zu einem "Zusammenbruch" der Benchmark-Ergebnisse der Modelle, was auf eine geringere allgemeine Intelligenz und Kapazität hindeutet.

Die Anordnung stellte eine signifikante Abkehr von früheren Praktiken dar. Das Handelsministerium nutzte erstmals das Export Control Reform Act von 2018, das traditionell für Hardware galt, um den Zugang zu einem KI-Dienst einzuschränken. Die Bestimmungen des Gesetzes sehen die Anforderung von Exportlizenzen für ausländischen Zugang zu spezifischen Technologien vor, was die Debatte darüber auslöste, ob Fernzugriff auf Software als Export gilt.

Der Vorfall hat im US-KI-Sektor Bedenken hinsichtlich des Vorgehens der Regierung hervorgerufen. Obwohl Anthropic die Anordnung nicht rechtlich anfocht, sondern eine Einigung aushandelte, unterstreicht die Situation die Komplexität der Regulierung neu entstehender Technologien. Das Unternehmen selbst hat sich zuvor für eine staatliche Aufsicht über potenziell gefährliche KI-Modelle ausgesprochen und die Notwendigkeit solcher Kontrollen anerkannt.

Originalquelle: fastcompany.com