US-Gesundheitsminister umgeht FDA und erlaubt Verkauf von Peptidpräparaten
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat eine Richtlinie erlassen, die es Apotheken ermöglicht, sechs umstrittene Peptidsubstanzen trotz Sicherheitsbedenken der FDA herzustellen und zu verkaufen.

Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat eine neue Richtlinie für das Gesundheitsministerium (HHS) erlassen, die Vollstreckungsmaßnahmen gegen Apotheken bei der Herstellung von sechs spezifischen Peptidpräparaten untersagt. Diese Entscheidung hebt faktisch die bisherigen Beschränkungen der Food and Drug Administration (FDA) auf.
Im Jahr 2023 hatte die FDA diese Peptide von der Liste der für Apotheken zugelassenen Wirkstoffe gestrichen, da keine ausreichenden Beweise für deren Wirksamkeit vorlagen und gesundheitliche Risiken für Patienten nicht ausgeschlossen werden konnten. FDA-Wissenschaftler warnten wiederholt vor den potenziellen Gefahren einer unregulierten Verbreitung.
Die neue Richtlinie ändert den regulatorischen Status der Substanzen nicht offiziell, entzieht ihnen jedoch durch den Verzicht auf Sanktionen die Grundlage der bisherigen FDA-Regulierung. Die Regelung wurde im Federal Register veröffentlicht und tritt am 30. Oktober in Kraft.
Die Peptide erfreuen sich innerhalb der von Kennedy unterstützten 'Make America Health Again'-Bewegung großer Beliebtheit. Die Entscheidung stößt in Fachkreisen auf Kritik, da sie die wissenschaftliche Überprüfung durch die FDA zugunsten einer politischen Entscheidung umgeht.