US-Immobilienmarkt kühlt ab: Verkäufer unter Preisdruck
Ein stagnierender US-Wohnungsmarkt zwingt Eigentümer zu Preissenkungen und finanziellen Zugeständnissen, um Käufer zu finden.

Der US-Immobilienmarkt befindet sich in einer Phase der Stagnation, in der steigende Hypothekenzinsen und eine gedämpfte wirtschaftliche Stimmung die Nachfrage stark belasten. Während Verkäufer früher von einem Überbietungswettbewerb profitierten, sitzen sie nun häufiger fest und müssen bei Preisvorstellungen deutliche Abstriche machen.
Mark Fleming, Chefökonom bei First American Financial, stellt fest, dass sich das Blatt zugunsten der Käufer gewendet hat. Um überhaupt Transaktionen zu ermöglichen, sind Verkäufer vermehrt dazu bereit, Kaufnebenkosten zu übernehmen oder Zinsvorteile für die Käufer zu finanzieren. Aktuelle Daten von Realtor.com belegen diesen Trend: Im September wurden bei 21 Prozent der Immobilienanzeigen die Preise nach unten korrigiert, ein Höchststand seit vier Jahren.
Die Marktdaten von Redfin unterstreichen das Ungleichgewicht: In den 50 größten US-Metropolregionen übersteigt die Zahl der Verkäufer die der Käufer um 63 Prozent. Solange das Zinsniveau hoch bleibt, dürften Verkäufer weiterhin gezwungen sein, ihre persönlichen Umzugspläne und Lebensentscheidungen an das schwierige Marktumfeld anzupassen.