US-Immobilienmarkt verzeichnet stärksten Rückgang seit über zwei Jahrzehnten
Die Zahl der schwebenden Hausverkäufe in den USA sank im September um 7,3 Prozent, was den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 darstellt.

Der amerikanische Immobilienmarkt befindet sich in einem deutlichen Abschwung. Nach Angaben der National Association of Realtors ist die Zahl der unterzeichneten Kaufverträge im September um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, wobei die Nachfrage besonders in den südlichen und westlichen Regionen einbrach.
Als Hauptgrund für die schwache Marktaktivität gelten die gestiegenen Hypothekenzinsen, die im September zeitweise die 7,6-Prozent-Marke erreichten. Lawrence Yun, Chefvolkswirt bei der NAR, erklärte, dass die Zinsbelastung die gestiegenen Einkommen der privaten Haushalte neutralisiere und somit die Kaufkraft erheblich einschränke.
Auch auf der Angebotsseite gibt es Anzeichen für eine anhaltende Flaute. Das US Census Bureau meldete einen Rückgang der Baubeginne um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Zudem ist das Vertrauen der Bauunternehmen auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren gefallen, belastet durch steigende Materialkosten und erschwerte Finanzierungsbedingungen.