USA erhöht Zölle – Handelspartner protestieren
Die USA haben neue Zoll-Erhöhungen von 10 % bis 12,5 % für 60 Volkswirtschaften angekündigt, mit Verweis auf angeblich unzureichende Durchsetzung von Verboten gegen Produkte aus Zwangsarbeit. Handelspartner wie China und Japan haben die Maßnahme kritisiert.

Die US-Regierung hat am späten Donnerstag angekündigt, zusätzliche Zölle in Höhe von 10 % bis 12,5 % auf Waren aus 60 Volkswirtschaften zu erheben. Als Grund wurde die angebliche Unfähigkeit dieser Länder genannt, Verbote gegen Produkte aus Zwangsarbeit ausreichend durchzusetzen.
Die Zoll-Erhöhungen stießen umgehend auf Widerspruch von mehreren Handelspartnern, darunter China und Japan. Australiens Handelsminister Don Farrell bezeichnete die Zölle als "völlig ungerechtfertigt" und betonte Australiens ernsthaften Ansatz zur Bekämpfung von Zwangsarbeit.
Japanische Beamte äußerten ihr Bedauern über die Zölle und wiesen darauf hin, dass nach einer früheren Vereinbarung keine weiteren Zölle erhoben würden. Neuseeland und die Europäische Union stellten ebenfalls die Grundlage für die US-Behauptungen und die Auswirkungen der Zölle auf die Handelsbeziehungen in Frage.
Das chinesische Außenministerium erklärte, es "lehnt alle Formen einseitiger Zölle ab" und bekräftigte seine langjährige Position, dass Handelskriege niemandem nützen. Chinas Exporte in die USA sind aufgrund früherer Zölle bereits zurückgegangen.
Experten deuten darauf hin, dass die neuen Zölle relativ moderat sind, aber ihre langfristigen Auswirkungen und ihre rechtliche Gültigkeit bleiben ungewiss. Das Büro des US-Handelsbeauftragten hat die Gründe für die Zölle gemäß Abschnitt 301 des US-Handelsgesetzes untersucht.