USA: Masernfälle übertreffen Vorjahreswert bis Juli – 35-Jahres-Hoch
Die Zahl der bestätigten Masernfälle in den USA hat bis Juli 2026 2.318 überschritten und liegt damit über dem Vorjahreswert. Dies ist die höchste Zahl seit 35 Jahren.

Die Vereinigten Staaten haben bis zum 23. Juli 2026 2.318 bestätigte Masernfälle registriert. Diese Zahl übertrifft bereits die Gesamtzahl des Vorjahres und stellt den höchsten Wert seit 35 Jahren dar. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) meldeten für das gesamte Jahr 2025 lediglich 2.289 Fälle. Angesichts von noch über fünf Monaten im Jahr 2026 ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.
Die aktuelle Fallzahl von 2.318 ist die höchste seit 1991, als 9.643 Fälle gemeldet wurden. Die Mehrheit der Fälle im Jahr 2026, nämlich 2.302, trat in 45 US-Bundesstaaten auf. Weitere 16 Fälle betreffen internationale Besucher. Besonders betroffen sind South Carolina mit 670 bestätigten Infektionen und Utah mit 522 Fällen.
Entscheidend ist, dass 93 Prozent der Fälle in diesem Jahr bei Personen auftraten, die nicht geimpft sind oder deren Impfstatus unbekannt ist. Masern sind ein hochansteckendes virales Atemwegserkrankung, das durch Tröpfchen in der Luft oder durch Berührung kontaminierter Oberflächen übertragen wird. Die Krankheit ist durch die Masern-Mumps-Röteln (MMR)-Impfung vermeidbar.
Gesundheitsexperten äußern die Sorge, dass sinkende Impfraten, die unter die für den Herdschutz erforderliche 95-Prozent-Schwelle gefallen sind, dazu führen könnten, dass die USA ihren 2000 erreichten Status als masernfreies Land verlieren.