US-Eltern verlassen sich zunehmend auf Großeltern für Kinderkosten
Eine deutliche Mehrheit der US-Eltern hält finanzielle Unterstützung durch Großeltern angesichts steigender Kosten für die Kindererziehung für unerlässlich, so ein neuer BMO-Bericht.

Die steigenden Kosten für die Kindererziehung zwingen eine wachsende Zahl von Eltern in den Vereinigten Staaten dazu, finanzielle Unterstützung von ihren eigenen Eltern, den sogenannten „Boomer-Großeltern“, in Anspruch zu nehmen. Ein Bericht von BMO zeigt, dass 76 % der Eltern mit Kindern unter 18 Jahren finanzielle Unterstützung von der Großfamilie als entscheidend für die Möglichkeiten ihrer Kinder betrachten.
Über die grundlegenden Bedürfnisse hinaus beabsichtigen 37 % der Eltern, im kommenden Jahr aktiv finanzielle Hilfe von ihren Eltern oder Großeltern zu erbitten. Diese Unterstützung deckt hauptsächlich unmittelbare Ausgaben ab: 47 % der Empfänger erhalten Bargeld für tägliche Bedürfnisse, und 43 % profitieren von kostenloser Kinderbetreuung oder Hilfe bei Kinderbetreuungskosten. Zusätzlich erhalten 26 % familiäre Hilfe für die Zukunft ihrer Kinder.
Der finanzielle Druck ist beträchtlich. Daten von Lending Tree deuten darauf hin, dass die jährlichen Kosten für die Kindererziehung seit 2023 um fast 36 % gestiegen sind und sich auf etwa 30.000 US-Dollar pro Jahr belaufen, was 300.000 US-Dollar über 18 Jahre entspricht. Dieser Kontext trägt wahrscheinlich dazu bei, dass 82 % der Eltern diese Kosten als „außer Kontrolle“ betrachten, während 79 % der kinderlosen Befragten Bedenken hinsichtlich der Finanzierbarkeit von Familien äußern.
Obwohl familiäre finanzielle Unterstützung unmittelbare Belastungen lindern kann, kann sie auch eine emotionale Belastung darstellen. Der Bericht stellt fest, dass Eltern, die näher bei ihren alternden Eltern leben und Hilfe bei der Kindererziehung erhalten, höhere finanzielle Überlastung berichten (74 %) als diejenigen ohne solche Unterstützung (57 %). Diese Situation könnte die Belastungen der sogenannten „Sandwich-Generation“ widerspiegeln, die oft gleichzeitig ihre Kinder und ihre eigenen alternden Eltern unterstützt.