US-Politikwandel fordert globale Karten-Zahlungsordnung heraus
Der frühere US-Präsident Donald Trump hat eine Obergrenze für Kreditkartenzinsen gefordert und eine wettbewerbsfördernde Gesetzgebung unterstützt. Diese politischen Änderungen könnten die globale Zahlungslandschaft maßgeblich verändern.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat öffentlich eine jährliche Obergrenze von 10 Prozent für US-Kreditkartenzinsen gefordert und Unterstützung für den Credit Card Competition Act signalisiert. Diese vorgeschlagenen Maßnahmen könnten die globale Karten-Zahlungsbranche umgestalten, die die USA traditionell aufgrund hoher Transaktionsvolumina und etablierter Geschäftspraktiken als ihren Anker-Markt betrachtete.
Die politischen Vorschläge zielen direkt auf die Einnahmequellen aus US-Kreditkartensalden ab, die 1,2 Billionen US-Dollar übersteigen. Eine Zinsobergrenze von 10 Prozent könnte amerikanischen Verbrauchern laut Schätzungen bis zu 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr an Zinskosten ersparen. Es wird jedoch erwartet, dass eine solche Obergrenze die Gewinne und Vorteile für Banken und Kreditkartenunternehmen erheblich reduzieren wird. Branchenführer, darunter JPMorgan-CEO Jamie Dimon, haben vor dramatischen Auswirkungen gewarnt, insbesondere für Kreditnehmer mit geringerer Bonität.
Parallel dazu zielt der Credit Card Competition Act darauf ab, die Dominanz von Visa und Mastercard bei der Karten-Transaktionsweiterleitung in den USA zu brechen. Befürworter des Gesetzes bezeichnen die beiden Unternehmen als "Duopol", das Händlern ohne faire Verhandlung hohe Interchange-Gebühren auferlegt. Die Gesetzgebung würde größere Banken verpflichten, mindestens zwei unabhängige Netzwerke für Karten-Transaktionen anzubieten, mit dem Ziel, den Wettbewerb zu fördern und die Kosten für Händler potenziell zu senken.
Visa und Mastercard, die als Zahlungsnetzwerke und nicht als direkte Kreditgeber fungieren, wehren sich aktiv. Sie argumentieren, dass erzwungene Routing-Optionen die Sicherheit, Zuverlässigkeit und die von vielen Verbrauchern geschätzten Prämienprogramme gefährden könnten. Das Potenzial für eine reduzierte Kreditverfügbarkeit und veränderte Transaktionsökonomien stellt ein erhebliches Problem für ihre etablierten Geschäftsmodelle dar. Für Händler, insbesondere internationale, die in die USA verkaufen, ist dies ein entscheidender Moment, um die zukünftige Kostenstruktur der Kartenakzeptanz zu beeinflussen, die in den letzten Jahren erhebliche Gebührenerhöhungen erfahren hat.