US Supreme Court hebt wichtige Zölle auf
Der Oberste Gerichtshof der USA hat Zölle in Höhe von rund 60 Milliarden US-Dollar aufgehoben, die unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängt wurden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat einen erheblichen Teil der Zölle auf importierte Waren aufgehoben. In einer Entscheidung vom 23. Februar 2026 mit 6 zu 3 Stimmen entschied das Gericht, dass das Gesetz über internationale Notstandsbefugnisse (IEEPA) keine rechtliche Grundlage für die "Liberation Day"-Zölle im Wert von rund 60 Milliarden US-Dollar bietet. Die Entscheidung macht auch die wegen der Fentanyl-Krise verhängten Zölle gegen China, Mexiko und Kanada im Wert von weiteren 40 Milliarden US-Dollar ungültig.
Diese Entscheidung halbiert effektiv den US-Zolltarif auf rund 5 %. Der Großteil der verbleibenden Zölle basiert auf Abschnitt 301, der für Industriemaschinen und elektrische Geräte aus China gilt, sowie auf Abschnitt 232, der den Import von Stahl und Aluminium betrifft.
Branchenanalysten wie Allianz Trade zufolge erhöht diese Entscheidung die Handelsunsicherheit für Unternehmen. Mögliche neue Zollsteigerungen und Politikwechsel erschweren die Lagerverwaltung. Der ehemalige Präsident Trump hat Pläne für einen allgemeinen Zolltarif von 10 % angedeutet, mit der Möglichkeit, bis zu 15 % für 150 Tage zu erheben.
Im internationalen Handel werden die "Global South"-Länder und China voraussichtlich die größten Nutznießer sein. Länder wie Indonesien, Brasilien, China und Vietnam werden eine erhebliche Zollentlastung erfahren. Wirtschaftlich hat die Entscheidung auch Auswirkungen auf die US-Fiskalpolitik, da die aufgehobenen Zölle einen erheblichen Teil der Zolleinnahmen ausmachten. Obwohl die unmittelbaren Auswirkungen auf die US-Inflation als begrenzt eingeschätzt werden, könnte die langfristige Unsicherheit die Unternehmensinvestitionen und Lieferketten beeinträchtigen.