US-Technologiekonzerne kämpfen mit hohen KI-Investitionen und nachlassendem Wachstum
Große Tech-Unternehmen stehen unter Druck, da ihre massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz auf eine Wachstumsdelle im Kerngeschäft treffen.
Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta haben in diesem Jahr rund 750 Milliarden Dollar in KI-Technologien investiert. Diese Strategie stößt nun auf Skepsis bei Investoren, da die etablierten Einnahmequellen – insbesondere Online-Werbung und E-Commerce – Anzeichen einer Schwäche zeigen.
Alphabet meldete für sein Suchgeschäft das schwächste Wachstum seit fünf Quartalen. Dennoch hält der Konzern an Investitionsausgaben in Höhe von 205 Milliarden Dollar fest. Diese Diskrepanz zwischen hohen Ausgaben und abnehmender Dynamik im Kerngeschäft hat zu Kursverlusten geführt; Alphabet verlor zeitweise fast 500 Milliarden Dollar an Marktwert. Auch Amazon verzeichnet bei seinem Werbegeschäft das langsamste Wachstum seit Beginn der Datenerfassung 2022.
Ein zentraler Konflikt besteht darin, dass KI-Produkte die Profitabilität bestehender Geschäftsmodelle teilweise untergraben. Google räumte ein, dass KI-gestützte Suchanfragen derzeit weniger lukrativ sind als herkömmliche Werbeanzeigen. Zudem erfordern neue Anwendungen, wie Metas „Muse“-KI-Assistenten, eine enorm hohe Rechenleistung, was die Margen weiter unter Druck setzt.
Obwohl Cloud-Sparten wie Azure oder Google Cloud weiterhin Zuwächse verzeichnen, bleibt der Markt skeptisch. Finanzexperten fordern klare Nachweise dafür, wie diese Milliardeninvestitionen langfristig in messbare Renditen umgewandelt werden sollen.