USA: Streitigkeiten beim Glasfaserausbau auf dem Land
In den USA gibt es Debatten über den Breitbandausbau. Telekommunikationsanbieter wie AT&T lehnen den Ausbau von Glasfasernetzen in ländlichen Gebieten ab.

Die neue US-Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Internetinfrastruktur des Landes zu modernisieren, während in mehreren Bundesstaaten Breitbandinitiativen gestartet wurden. Ziel ist es auch, ländliche Regionen mit schnellerem Internet zu versorgen. Diese Bestrebungen stoßen jedoch auf Widerstand von Telekommunikationsanbietern.
AT&T hat deutlichen Widerstand gegen den Ausbau von Glasfasernetzen in ländlichen Gebieten geäußert. Der Telekommunikationsriese meint, eine Upload-Geschwindigkeit von 10 Mbit/s sei für diese Regionen ausreichend. Im Jahr 2015 erhöhte die US-Telekommunikationsbehörde die Definition von "Breitband" von 10 auf 25 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Download und 3 Mbit/s Upload. Glasfasernetze bieten zwar eine schnellere Alternative, das Unternehmen steht deren Ausbau jedoch zögerlich gegenüber.
In den USA sind die Kosten für Glasfaseranschlüsse in ländlichen Gebieten an das Einkommensniveau gekoppelt. Derzeit wird der Markt von drei Hauptakteuren dominiert: AT&T, Comcast und Verizon. AT&T bevorzugt die Optimierung des Mobilfunknetzes für ländliche Gebiete anstelle des Glasfaserausbaus, vorausgesetzt, dass eine grundlegende Netzwerkinfrastruktur vorhanden ist.
AT&T betrachtet den Ausbau von Glasfasernetzen auf dem Land als "Überbau", der wichtige Fördermittel verschwenden und zu Fehlallokationen privater Mittel führen könnte. Das Unternehmen konzentriert sich auf städtische Gebiete, in denen die Infrastruktur besser ausgebaut ist. In der Zwischenzeit hat AT&T die Tarife in ländlichen Gebieten erhöht und unterhält alte Kupferleitungen, auch wenn die Servicequalität möglicherweise sinkt.