Solarstrom nutzen: Wann sich ein Batteriespeicher wirklich lohnt
Steigende Strompreise und Sonnenschein werfen die Frage auf, ob sich Batteriespeicher für Solarstrom lohnen. Die Systeme ermöglichen die Nutzung des eigenen Stroms auch am Abend.

Berlin – Angesichts steigender Strompreise und verfügbarer Sonneneinstrahlung stellen sich immer mehr Hausbesitzer die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern in Verbindung mit Photovoltaikanlagen. Diese Systeme ermöglichen die Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms auch nach Sonnenuntergang und reduzieren somit die Abhängigkeit von teurem Netzstrom.
Batteriespeicher, meist basierend auf Lithium-Ionen-Technologie, speichern den tagsüber von Solaranlagen produzierten Strom. Diese gespeicherte Energie kann dann in den Abendstunden oder bei schlechtem Wetter genutzt werden. Die Systeme werden in der Regel mit der Photovoltaikanlage und dem Wechselrichter verbunden. Moderne Lösungen steuern den Energiefluss automatisch und bieten über Apps Einblicke in den aktuellen Verbrauch, die Speicherung und die Einspeisung ins Netz.
Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten Jahren gesunken, bleiben aber dennoch beträchtlich. Kleine Speicher mit etwa 5 kWh Kapazität beginnen bei rund 5.000 Euro, während größere Systeme mit 12–15 kWh bis zu 15.000 Euro kosten können. Je nach Region können Förderprogramme verfügbar sein. Die Rentabilität kann durch die Kombination des Kaufs eines Speichers mit einer neuen Photovoltaikanlage zur Erhöhung des Eigenverbrauchs verbessert werden.
Ein Batteriespeicher lohnt sich insbesondere für Haushalte, die bereits eine Photovoltaikanlage besitzen oder eine Neuinstallation planen. Ein hoher Eigenverbrauch – beispielsweise durch Homeoffice, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto – sowie hohe Strombezugspreise sprechen für die Investition. Die Amortisationszeit liegt typischerweise zwischen 10 und 14 Jahren, was auf eine langfristige finanzielle Überlegung hinweist.
Bei Neubauten oder Sanierungen empfiehlt sich die Planung von Solaranlagen, Batteriespeichern und Wärmepumpen als integriertes System. Diese Komponenten ergänzen sich ideal und können auch zukünftige gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz berücksichtigen. Auch wenn die Anschaffung eines Batteriespeichers eine erhebliche Anfangsinvestition darstellt, bietet sie langfristig mehr Energieunabhängigkeit und potenziell geringere Stromkosten.