Verlassenes Krankenhaus in L.A. wird zur immersiven Kunstinstallation
Ein stillgelegtes Krankenhaus in Los Angeles wurde in eine Kunstinstallation namens „Hospital of Emotions" verwandelt. Über 70 internationale Künstler haben das ehemalige St. Vincent Medical Center genutzt, um dessen Räume zu Erkundungsfeldern menschlicher Gefühle zu machen.

Das ehemalige St. Vincent Medical Center in Los Angeles, das 2020 seine Türen schloss, wurde als immersive Kunstinstallation namens „Hospital of Emotions" wiederbelebt. Über 70 internationale Künstler haben 80 Räume des seit langem geschlossenen Krankenhauses auf vier Etagen in unterschiedliche Erlebnisse verwandelt, die jeweils eine andere menschliche Emotion repräsentieren, von Freude bis Wut.
Die Installation, präsentiert von St. Vincent in Zusammenarbeit mit den Ausstellungsunternehmen House of Art and Dreams und ROYVA, schlägt eine Brücke zwischen der früheren Funktion des Krankenhauses und seiner zukünftigen Entwicklung. Das Gelände soll Teil des St. Vincent Behavioral Health Campus werden, eines Zentrums für Verhaltensgesundheit und Suchtbehandlung, das 2028 eröffnet werden soll. Die Beliebtheit der Installation hat zu einer Verlängerung ihrer Laufzeit bis September geführt.
Die Künstler haben die vorhandene Infrastruktur des Krankenhauses, einschließlich Resten medizinischer Geräte, in ihre Werke integriert. Die entstandenen Räume reichen von lebhaften, verspielten Umgebungen bis hin zu introspektiveren Settings und zielen darauf ab, emotionale Reaktionen hervorzurufen und die Verarbeitung zu erleichtern. Ziel ist es, die Besucher durch verschiedene emotionale Zustände zu führen und Katharsis und Verständnis zu fördern.
Oshri Elmorich, Gründer von ROYVA und Kurator der Ausstellung zusammen mit Yaara Sachs, betonte die einzigartige Wirkung des Ortes. „Dies nutzt die Essenz des Krankenhauses, verwandelt es aber in etwas völlig anderes, in dem man all diese Emotionen erlebt“, erklärte Elmorich. An dem Projekt waren auch Beiträge von Community-Gruppen beteiligt, darunter Künstler aus Obdachlosen- und Veteranenkreisen, die ihre Perspektiven auf emotionale Heilung und Reintegration einbrachten.
Besucher nehmen an dem Erlebnis teil, indem sie Armbänder erhalten und für jede von ihnen erkundete emotionale „Abteilung“ Stempel sammeln, die als „emotionaler Reisepass“ dienen. Nach Abschluss aller zehn Emotionen werden die Teilnehmer konzeptionell „entlassen“, mit dem Ziel, ein Gefühl der Befreiung und emotionalen Auflösung zu erreichen.