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VDA fordert dringenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für emissionsfreie Lkw

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert einen beschleunigten Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur zur Markteinführung klimafreundlicher Lkw. Der Verband betont, dass eine unzureichende Infrastruktur derzeit die größte Engstelle darstellt.

31. August 2026
VDA fordert dringenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für emissionsfreie Lkw

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert einen dringenden Ausbau der Lade- und Wasserstoffbetankungsinfrastruktur zur Unterstützung der Markteinführung von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen. Der Verband betonte, dass eine leistungsfähige Infrastruktur eine wesentliche Voraussetzung für die Markteinführung von Innovationen sei und warnte, dass eine unzureichende Infrastruktur derzeit die größte Engstelle für Elektro- und Wasserstoff-Lkw darstellt.

Laut VDA werden bis 2030 europaweit rund 35.000 öffentlich zugängliche Megawatt Charging System (MCS) Schnellladepunkte und bis zu 50.000 Ladeplätze für Lkw benötigt. Allein in Deutschland werden schätzungsweise 4.000 MCS-Ladepunkte benötigt. Die aktuelle Infrastruktur in der EU, mit nur 730 Ladepunkten über 350 kW ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge, und die 355 Ladepunkte an 88 Standorten in Deutschland, liegt weit hinter diesen Bedarfen zurück.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller erklärte, dass die Hersteller bereits batterieelektrische Lkw mit Reichweiten von über 500 Kilometern und Wasserstoff-Lkw mit Reichweiten von 700 bis 800 Kilometern auf den Markt gebracht haben. Müller betonte jedoch, dass die Politik die Entwicklung öffentlicher Ladenetze, die Depotaladung, den Netzausbau und die Wasserstoffbetankungsnetze beschleunigen müsse.

Der Verband spricht sich zudem für strengere Ziele im Rahmen der EU-Verordnung über alternative Kraftstoffe (AFIR) und eine frühere Überprüfung der CO2-Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge aus. Darüber hinaus fordert der VDA schnellere Genehmigungsverfahren für die Depotaladung, eine koordinierte Wasserstoffinfrastruktur zwischen den Mitgliedstaaten und Kostenvorteile im Betrieb, wie eine CO2-basierte Mautdifferenzierung, um Investitionen in emissionsfreie Lkw zu unterstützen.

Der VDA äußert Bedenken, dass die von der Europäischen Kommission gesetzten ambitionierten Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen für schwere Nutzfahrzeuge nicht mit dem aktuellen Entwicklungsstand der Infrastruktur übereinstimmen. Der Verband fordert die EU und die nationalen Regierungen auf, den Ausbau der Ladeinfrastruktur erheblich zu beschleunigen, um die Zukunft des emissionsfreien Transports zu sichern.

Originalquelle: news.europawire.eu