Risikokapital erreicht 412 Milliarden Dollar, doch die meisten Gründer gehen leer aus
US-Startups sammelten im ersten Halbjahr 2026 412,7 Milliarden Dollar an Risikokapital ein, wobei der Großteil der Finanzierung auf wenige große Runden entfiel.

Der US-amerikanische Risikokapitalmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine Rekordsumme von 412,7 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Daten von PitchBook und der National Venture Capital Association hervorgeht.
Insgesamt flossen 87,5 Prozent des Kapitals in sogenannte Mega-Runden mit Finanzierungen von über 100 Millionen US-Dollar. Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) sicherten sich einen erheblichen Anteil dieser Großinvestitionen. Demgegenüber steht eine Kontraktion des Marktes für Seed- und Angel-Finanzierungen, die für Unternehmen in der Frühphase entscheidend sind. Laut Crunchbase gingen diese im zweiten Quartal um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.
Risikokapital kann zwar aggressives Wachstum, erweiterte Netzwerkaktivitäten und Marktexpansion ermöglichen, doch der Zugang bleibt eine Herausforderung. Gründerinnen und Gründer aus unterrepräsentierten Gruppen erhalten weniger als zwei Prozent dieses Kapitals. Dennoch haben viele erfolgreich beträchtliche Unternehmen aufgebaut, auch ohne diese Finanzierungsform.
Das Inc. Magazine hebt hervor, dass erfolgreiche Gründer oft auf bestehenden Erfolgen aufbauen. Ein Beispiel ist die Nachtwäsche- und Dessous-Marke Eberjey, die 1996 mit bescheidenen persönlichen Mitteln gegründet wurde und heute in über 1.200 Geschäften vertreten ist.