ViiV Healthcare startet als spezialisiertes HIV-Unternehmen
GSK und Pfizer haben ViiV Healthcare gegründet, ein neues Unternehmen, das sich auf HIV-Behandlungen spezialisiert. Das Unternehmen zielt darauf ab, neue Therapien zu entwickeln und bestehende HIV-Medikamente zu verbessern.

GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer haben ViiV Healthcare offiziell als neues, auf HIV-Behandlungen spezialisiertes Unternehmen gestartet. Der CEO des Unternehmens, Dominique Limet, skizzierte die Mission, den vielfältigen und komplexen Bedürfnissen von Menschen mit HIV/AIDS weltweit gerecht zu werden.
Limet wies darauf hin, dass antiretrovirale Behandlungen HIV zwar von einer lebensbedrohlichen Krankheit zu einer chronischen gemacht haben, Menschen mit Zugang zu Versorgung jedoch immer noch etwa zehn Jahre kürzer leben als HIV-negative Personen. "Das ist inakzeptabel, und wir müssen unerbittlich nach neuen Medikamenten suchen", erklärte er und betonte die Notwendigkeit, die Bedürfnisse von HIV-positiven Menschen besser zu verstehen und dies mit wissenschaftlichem Fortschritt zu verbinden.
ViiV Healthcare verfügt derzeit über 10 Medikamente und erzielte 2008 einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Pfund. Diese Einnahmen werden Investitionen in eine Pipeline von sieben neuen Medikamenten unterstützen, von denen sich fünf in Phase-II-Entwicklung befinden. Das Unternehmen prüft auch breitere Anwendungsmöglichkeiten für bestehende Moleküle, wie die Entwicklung neuer Formulierungen und Kombinationen.
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Behandlung von pädiatrischem HIV gelegt. ViiV Healthcare stellt 10 Millionen Pfund als Anschubfinanzierung für öffentlich-private Partnerschaften zur Verfügung, die darauf abzielen, dringend benötigte klinische Beweise für neue HIV/AIDS-Medikamente für Kinder zu erbringen. Das Unternehmen bekräftigt zudem sein Engagement für den verbesserten globalen Zugang zu HIV-Behandlungen, sowohl in Entwicklungs- als auch in Industrieländern.