ViiV Healthcare erweitert Lizenzvereinbarung für HIV-Therapie auf 133 Länder
Die GSK-Tochter ViiV Healthcare erweitert ihre Kooperation mit dem Medicines Patent Pool, um die Produktion von generischen HIV-Injektionen in einkommensschwachen Regionen zu ermöglichen.

ViiV Healthcare hat seine freiwillige Lizenzvereinbarung mit dem Medicines Patent Pool (MPP) ausgeweitet. Künftig umfasst das Abkommen nicht mehr nur die präventive Anwendung von Cabotegravir (PrEP), sondern auch dessen Einsatz in der HIV-Behandlung.
Die Vereinbarung ermöglicht es den Lizenznehmern Aurobindo, Cipla und Viatris, generische Versionen des langwirksamen injizierbaren Medikaments zu entwickeln und zu vertreiben. Die Lizenz gilt für 133 Länder, darunter zahlreiche Staaten mit niedrigem Einkommen sowie Regionen in Subsahara-Afrika.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund aktualisierter Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese sieht langwirksame Injektionen als Behandlungsoption für Patienten vor, die Probleme mit der täglichen Einnahme oraler Medikamente haben. ViiV Healthcare unterstützt die Hersteller nach eigenen Angaben mit technischem Know-how.
Mit dieser Maßnahme reagiert das Unternehmen auf den Bedarf an patientenzentrierten HIV-Therapien. Die Erweiterung des Zugangs soll die medizinische Versorgung in Schwellenländern verbessern und die Therapietreue bei HIV-Infizierten erhöhen.