Bürogebäude in Vilnius mit industrieller Anmutung im Einklang mit der Geschichte
Ein neues Büro- und Geschäftsgebäude im Vilniuser Stadtteil Paupys ist mit einer Fassade aus Ruukki Cor-Ten-Stahl verkleidet. Die Materialwahl soll die industrielle Vergangenheit des Gebiets widerspiegeln.

Im neuen Stadtteil Paupys in Vilnius, Litauen, wurde ein Büro- und Geschäftsgebäude errichtet. Der Stadtteil, dessen Name „Flussufer“ bedeutet, liegt direkt an einem Fluss und beherbergt neben hochwertigen Wohnhäusern auch Gewerbeflächen.
Das Architekturbüro Audrius Ambrasas Architects wurde mit der Planung eines Abschnitts des neuen Stadtteils beauftragt, der Büro- und Geschäftsgebäude sowie eine Markthalle und ein Kino umfasst. Auf dem Grundstück befand sich zuvor ein baufälliges Industriegebäude aus Sowjetzeiten, das aufgrund starker Boden- und Gebäudekontamination abgerissen wurde, um Platz für einen Neubau zu schaffen.
Als Fassadenmaterial für das größte Gebäude des Komplexes, das Büros und Geschäftsräume beherbergt, wählten die Architekten Cor-Ten-Stahlbleche und -Rohre von Ruukki. Als weiteres Fassadenmaterial kam Beton zum Einsatz. Die Kombination aus Cor-Ten-Stahl und Beton wurde gewählt, da beides natürliche Materialien sind und gut zusammenpassen. Der Cor-Ten-Stahl sollte der industriellen Vergangenheit des Gebiets Rechnung tragen und dem Gebäude eine entsprechende Anmutung verleihen.
Die Cor-Ten-Verkleidung dient nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern erfüllt auch funktionale. Teile des Gebäudes, die Lüftungsanlagen beherbergen, wurden mit den Stahlblechen verkleidet, um die Luftzirkulation zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde das Material für Vordächer, Fenster- und Türanschlüsse, Schornsteine und Einfassungen von Zugangswegen verwendet, um das industrielle Thema durchgängig im Design zu integrieren.