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Gesundheit

DR Kongo: Gewalt erschwert medizinische Hilfe

Eskalierende Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Malteser International berichtet von wachsenden Schwierigkeiten für medizinisches Personal.

17. Juni 2026
DR Kongo: Gewalt erschwert medizinische Hilfe

Neue Gewaltausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zwingen eine stetig wachsende Zahl von Menschen zur Flucht. Allein in der Provinz Ituri haben in den letzten Wochen über 200.000 Menschen ihre Heimat verlassen müssen, da die Kämpfe eskalierten, meldet Malteser International.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Beginn der gewaltsamen Konflikte rund 700 Menschen getötet und Häuser niedergebrannt. Auch eine von Malteser International unterstützte Gesundheitseinrichtung wurde in der Region zerstört und geplündert. Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, äußerte sich besorgt über die Sicherheit der Helfer.

„Diese Gewaltentwicklung macht die Arbeit für das Personal in den Gesundheitseinrichtungen immer schwieriger, und wir fürchten um ihre Sicherheit“, sagte Hansen. „Gleichzeitig berichtet das medizinische Personal, dass immer mehr Menschen mit schweren Verletzungen, wie Schnittwunden durch Macheten, versorgt werden müssen.“

Hansen betonte, dass die Krise in der DR Kongo eine „vergessene Krise“ sei. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, den Konflikt nicht zu ignorieren, insbesondere angesichts der COVID-19-Pandemie. Malteser International leistet seit 1996 humanitäre Hilfe in der DR Kongo und unterstützt 250 Gesundheitseinrichtungen sowie 14 Krankenhäuser.

Originalquelle: malteser.de