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Technologie

Visa fordert KI in Cyberabwehr, Indien schlägt menschliche Prüfungen für KI-Zahlungen vor

Visa plädiert für die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in die Cyberabwehr, um mit der Geschwindigkeit von Angreifern Schritt zu halten. Indien schlägt seinerseits obligatorische menschliche Eingriffe bei KI-gestützten Zahlungen vor.

9. September 2026
Visa fordert KI in Cyberabwehr, Indien schlägt menschliche Prüfungen für KI-Zahlungen vor
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Visa fordert eine verstärkte Cyberabwehr durch die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) nach dem "AI in the loop"-Modell, um mit der rasanten Entwicklung von Bedrohungen Schritt zu halten. Die Identifizierung und Ausnutzung von Schwachstellen in Zahlungssystemen dauert inzwischen Stunden, verglichen mit anderthalb Jahren im Jahr 2016, so Subra Kumaraswamy von Visa auf dem Global Fintech Fest. Diese Beschleunigung bedeutet, dass traditionelle, menschlich geführte Sicherheitsoperationen Bedrohungen nicht mehr effektiv abwehren können.

Kumaraswamy betonte die verschwimmenden Grenzen zwischen Cybersicherheit und Zahlungssicherheit und prognostizierte eine Verlagerung der Betrugstaktiken von menschlich geführten Aktivitäten hin zu "agentenhafter Identitätsdiebstahl", bei der synthetische Identitäten Transaktionen im Namen von Menschen durchführen. Diese Entwicklung erfordert neue Sicherheitslösungen, die anspruchsvollere Bedrohungen erkennen und abwehren können.

Visa schlug eine neue Metrik für Unternehmen vor: "mean time to adapt" (MTTA), die die Zeit von der Entdeckung einer Schwachstelle bis zu ihrer Behebung und Verifizierung misst. KI kann Schwachstellen schnell erkennen und zu ausnutzbaren Pfaden verketten, wodurch die Schwachstellenerkennung zu einem "Problem von gestern" wird. Daher ist eine Metrik wie MTTA, die sich auf schnelle Reaktion und Behebung konzentriert, entscheidend.

Visa hat das Tool Visa Vulnerability Agentic Harness (VVAH) als Open Source veröffentlicht, das zur Identifizierung von Sicherheitslücken und zur Generierung von Patches dient. Das Tool, das in Zusammenarbeit mit Anthropic entwickelt wurde, nutzt fortschrittliche KI-Modelle. Obwohl VVAH Codeänderungen vorschlagen und sogar anwenden kann, gibt Visa an, dass Funde und Korrekturen "LLM-generierte Kandidaten sind, die einer menschlichen Überprüfung bedürfen".

Parallel dazu haben indische Behörden, einschließlich des Ministeriums für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY), obligatorische menschliche Eingriffe bei KI-gestützten Zahlungssystemen vorgeschlagen. Dieser Ansatz betont den Verbraucherschutz und zielt darauf ab, die menschliche Aufsicht bei kritischen Zahlungstransaktionen trotz schneller technologischer Fortschritte sicherzustellen.

Originalquelle: medianama.com