Visa startet KI-Tool zur automatischen Behebung von Code-Schwachstellen
Visa hat ein Open-Source-KI-Tool veröffentlicht, das Schwachstellen erkennt, Korrekturen schreibt und diese vor menschlicher Überprüfung testet. Das Tool zielt darauf ab, Sicherheitspatching-Prozesse zu beschleunigen.

Das Finanzdienstleistungsunternehmen Visa hat ein neues KI-Tool mit offenem Quellcode auf den Markt gebracht, das Sicherheitslücken in der Produktionssoftware automatisch erkennen, Korrekturen dafür schreiben und den gepatchten Code vor der menschlichen Überprüfung testen kann.
Das Werkzeug mit dem Namen Visa Vulnerability Agentic Harness (VVAH) identifiziert standardmäßig Schwachstellen, schreibt Korrekturen und wendet diese direkt auf das Ziel-Repository an, es sei denn, es wird manuell begrenzt. Visa gibt an, dass dieser automatisierte Prozess notwendig ist, da KI Schwachstellen schneller finden kann, als Menschen sie beheben und verifizieren können.
VVAH entstand aus der Teilnahme von Visa am Project Glasswing von Anthropic. Bei diesem Projekt nutzte Visa KI-Modelle, um das Netzwerk hinter Milliarden von täglichen Transaktionen zu analysieren und beobachtete, wie die Modelle geringfügige Schwächen zu funktionierenden Exploits kombinieren konnten.
Das Tool wurde auf GitHub veröffentlicht und hat dort schnell an Popularität gewonnen. Visa hat auch seine Beratungsdienste erweitert, um Kunden bei Cybersicherheitsfragen zu unterstützen. Das Unternehmen gibt an, dass der automatisierte Behebungsprozess des Tools die Lösungszeiten für Schwachstellen von Wochen auf Stunden verkürzen kann.