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Gesundheit

Vision Zero Oncology will Brustkrebssterblichkeit senken

Der Verein Vision Zero Oncology bringt Menschen zusammen, die die Zahl der Brustkrebs-Todesfälle auf null senken wollen. In Deutschland sterben jährlich rund 19.000 Frauen an der Krankheit.

10. Oktober 2026
Vision Zero Oncology will Brustkrebssterblichkeit senken

Der Verein „Vision Zero Oncology“ arbeitet daran, die Brustkrebssterblichkeit gegen null zu reduzieren, da die Krankheit nach wie vor die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen in der Europäischen Union ist. Allein in Deutschland sterben jährlich rund 19.000 Frauen an Brustkrebs, und der Verein möchte Menschen vereinen, die diese Situation ändern wollen.

Auf dem „Vision Zero Summit“ in Berlin wurden Strategien zur Erreichung dieses Ziels diskutiert. Die Autorin Nicole Staudinger, selbst eine Brustkrebsüberlebende, betonte die Bedeutung der Früherkennung und Prävention, einschließlich regelmäßiger Selbstuntersuchungen und umgehender ärztlicher Hilfe bei besorgniserregenden Befunden. Sie hob hervor, dass effektive Methoden zur frühzeitigen Erkennung von Veränderungen entscheidend sind.

Staudinger kritisierte die Kommunikation im Gesundheitswesen, bei der Patienten ihrer Meinung nach oft unzureichend betreut werden. Sie nannte Beispiele, in denen Frauen mit verdächtigen Befunden mit Terminen erst Monate später abgewiesen wurden, was zu Todesfällen führte. Sie argumentierte, dass unsensible Kommentare von Ärzten und mangelnde Informationen das Leben von Patientinnen gefährden, während einfühlsame und klare Kommunikation entscheidend für die Aufrechterhaltung der Hoffnung ist.

Radiologie-Professorin Christiane Kuhl wies auf Herausforderungen bei der Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammographie hin. Insbesondere dichtes Brustgewebe kann Tumore verdecken, und obwohl europäische Empfehlungen Frauen über die Brustdichte informieren sollen, wird dies nicht konsequent umgesetzt. Dies beeinträchtigt die Zuverlässigkeit der Mammographie bei mindestens einem Drittel der Frauen und kann zu Behandlungsverzögerungen führen.

Originalquelle: pharma-fakten.de