Visit Norway nutzt politische Kontroverse für Marketing-Kampagne
Visit Norway hat seine Website für öffentliche Toiletten nach einer kritischen Äußerung von Donald Trump neu ausgerichtet. Die Kampagne sorgt international für hohe Zugriffszahlen.

Die norwegische Tourismusorganisation Visit Norway hat auf abfällige Bemerkungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump reagiert, indem sie ihre Webpräsenz über architektonisch gestaltete öffentliche Toiletten in den Fokus rückte. Anstatt die Kritik zu ignorieren, hat die Agentur die Aufmerksamkeit genutzt, um die ästhetisch hochwertigen Rastplätze entlang der nationalen Touristenstraßen hervorzuheben.
Die überarbeitete Website verzeichnete innerhalb weniger Tage 200.000 Zugriffe, während begleitende Beiträge in den sozialen Medien rund fünf Millionen Aufrufe erzielten. Laut Visit Norway sei das Ziel der Aktion keine politische Stellungnahme, sondern eine effiziente Destinationsvermarktung.
Anne-Signe Fagereng, Marketingleiterin bei Visit Norway, betonte, dass die architektonisch anspruchsvollen Raststätten ein wesentlicher Teil des Reiseerlebnisses seien. Die von der staatlichen Straßenbaubehörde initiierten Bauwerke sollen sich harmonisch in die norwegische Natur einfügen und wurden bereits mehrfach für ihr Design ausgezeichnet.
Die Strategie scheint aufzugehen: Die Agentur berichtet von einer Vielzahl positiver Rückmeldungen von US-Touristen, die ihr Interesse an einer Reise nach Norwegen durch die Kampagne bekundet haben.