Vitamin-D-Mangel in sonnigem Singapur trotz viel Sonnenscheins
Viele Einwohner Singapurs leiden trotz des tropischen Klimas unter Vitamin-D-Mangel. Neugeborene erhalten routinemäßig Vitamin-K-Injektionen.

Trotz des ganzjährigen Sonnenscheins in Singapur leidet ein erheblicher Teil der Bevölkerung unter einem Mangel an Vitamin D. Studien am Singapore General Hospital (SGH) zeigen, dass mindestens 30 Prozent der getesteten Personen unzureichende Mengen des Nährstoffs aufweisen. Dieser Mangel ist besonders bei schwangeren Frauen ausgeprägt, wobei einige Studien Raten von bis zu 90 Prozent aufdecken.
Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für die Immunfunktion, Muskelkraft und Knochengesundheit, indem es die Kalziumaufnahme reguliert. Es wird hauptsächlich in der Haut bei Sonneneinstrahlung synthetisiert. Medizinisches Fachpersonal vermutet, dass der Fokus auf Sonnenschutz, sitzende Lebensstile und Indoor-Aktivitäten in Singapur zu diesen niedrigen Werten beigetragen haben könnten.
Die empfohlenen Tagesdosen für Vitamin D variieren, wobei schwangere und stillende Frauen einen höheren Bedarf haben. Ein Mangel kann zu schwachen Knochen führen, wie Rachitis bei Kindern und Osteoporose bei Erwachsenen. Im medizinischen Bereich werden Neugeborenen Vitamin-K-Injektionen verabreicht, um hämorrhagische Erkrankungen vorzubeugen.
Nahrungsquellen für Vitamin D umfassen Eier, fetten Fisch wie Lachs und Makrele sowie angereicherte Lebensmittel. Viele Milchprodukte und pflanzliche Produkte enthalten natürlicherweise nur geringe Mengen an Vitamin D, sofern sie nicht speziell angereichert wurden.