Vodafone testet KI-gesteuerten Mobilfunkmast zur Abdeckungsoptimierung
Vodafone testet in Tirana, Albanien, einen Mobilfunkmast mit künstlicher Intelligenz und einem Roboterarm, der die Antennenposition automatisch anpasst, um die 4G- und 5G-Abdeckung zu verbessern.

Vodafone erprobt in Tirana, Albanien, einen Mobilfunkmast, der mit einem System künstlicher Intelligenz (KI) und einem Roboterarm ausgestattet ist. Diese Technologie passt die Position der Funkantenne automatisch an, um die 4G- und 5G-Netzabdeckung zu optimieren. Das System analysiert dabei Kundenbedarf, Wetterbedingungen und lokale Gegebenheiten, um die Signalstärke gezielt dort zu bündeln, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Der Teststandort in Tirana bedient tagsüber ein belebtes Einkaufszentrum und verlagert den Sendebereich nachts auf ein nahegelegenes Wohngebiet, um sich an veränderte Nutzungsmuster anzupassen. Laut Vodafone kann das System die Antenne in etwa 20 bis 30 Minuten neu positionieren. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber den Wochen oder Monaten dar, die für manuelle Anpassungen normalerweise erforderlich sind.
Die von Vodafones Ingenieuren entwickelte KI steuert einen Roboterarm, der von der südkoreanischen Firma HUMAX Networks hergestellt wird, um diese Anpassungen autonom durchzuführen. Das System lernt und passt sich kontinuierlich an, was eine dynamische Signalverteilung ermöglicht – beispielsweise die Priorisierung der Außenabdeckung bei Sonnenschein oder eine verbesserte Innenabdeckung bei Regen.
Diese Initiative ist Teil von Vodafones umfassenderer Strategie zur Automatisierung von Funkzugangsnetzen (RAN) mittels KI. Das Unternehmen betrachtet diese Technologie als Schritt hin zu zukünftigen, selbstadaptiven Mobilfunknetzen, die variable Netzwerkbedingungen effizienter bewältigen und potenziell den Energieverbrauch senken können.