Volkswagen-Ingenieure wegen Insiderhandels im Zusammenhang mit Rivian-Joint Venture angeklagt
Zwei Ingenieure von Volkswagen wurden wegen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit einem angeblichen Insidergeschäft angeklagt. Die Anklage besagt, dass sie vertrauliche Informationen nutzten, um Rivian-Aktien vor der Ankündigung eines Joint Ventures zu kaufen.

Das US-Justizministerium hat zwei Ingenieure von Volkswagen wegen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit einem angeblichen Insidergeschäft angeklagt, das mit dem Joint Venture des deutschen Automobilherstellers mit Rivian in Verbindung steht. Die Anklageschrift wurde am Freitag veröffentlicht.
Die beiden Ingenieure, Michael Stamp und Marcus Plank, sollen mehr als 300.000 US-Dollar verdient haben, indem sie vertrauliche Insiderinformationen nutzten. Den Staatsanwälten zufolge kauften sie Rivian-Aktien und -Optionen, nachdem sie von der geplanten Kooperation erfahren hatten – intern unter dem Codenamen "Project Climb" – jedoch bevor die Unternehmen öffentliche Ankündigungen machten.
Rivian und Volkswagen gaben ihre Pläne für das Joint Venture am 25. Juni 2024 bekannt. Die Kooperation konzentriert sich auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugarchitekturen und Software. Volkswagen verpflichtete sich zunächst zu einer Investition von 5 Milliarden US-Dollar in Rivian, wobei die Mittel bei Erreichen bestimmter Meilensteine freigegeben werden sollten. Der Wert des Joint Ventures ist seitdem auf 5,8 Milliarden US-Dollar gestiegen.