Volkswagen kündigt drastische Modellbereinigung an
Der Volkswagen-Konzern will bis 2030 bis zur Hälfte seiner Modelle streichen. Dies ist Teil eines umfassenden Sparprogramms. Modelle wie der Jetta und der Porsche Taycan könnten betroffen sein.

Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern hat einen weitreichenden Kostensenkungsplan vorgestellt, der dazu führen könnte, dass das Modellangebot bis 2030 halbiert wird. Der Automobilhersteller strebt signifikante Einsparungen an, indem er die Anzahl der angebotenen Konfigurationen um 75 Prozent reduziert und die jährliche Produktionskapazität senkt.
Laut einem Bericht der deutschen Zeitung Bild gibt es eine vorläufige Liste von Modellen, die vor dem Aus stehen. Vom Volkswagen Jetta (in einigen Märkten als Sagitar bekannt) und dem Taos soll es keine Nachfolgemodelle geben. Auch mehrere Porsche-Modelle sollen auf der Streichliste stehen.
Insbesondere der vollelektrische Porsche Taycan könnte aufgrund schwacher Verkaufszahlen nach dem Ende seines aktuellen Lebenszyklus eingestellt werden, ohne direkten Nachfolger. Auch der Cayenne Coupé mit Verbrennungsmotor wird voraussichtlich das Ende seiner Produktionszeit erreichen. Berichten zufolge könnte Porsche zudem Pläne zur Wiedereinführung einer Verbrennerversion für den 718 Boxster und Cayman aufgeben.
Die geplanten Kürzungen betreffen auch Audi: Der Q5 Sportback und der vollelektrische Q6 e-tron Sportback könnten keine nächste Generation mehr erhalten. Auch der Skoda Fabia steht auf der Liste möglicher Stilllegungen, während das Schicksal verwandter Modelle wie des Volkswagen Polo ungewiss bleibt. Volkswagen schätzt, dass durch den Verzicht auf die Entwicklung von Nachfolgemodellen für diese Fahrzeuge bis 2031 bis zu 6,5 Milliarden Euro eingespart werden könnten.