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Technologie

VW nahm Schnittstelle für E-Autos vom Netz – arbeitet an Lösung

Volkswagen hat eine Schnittstelle, die von Drittanbieter-Apps für Elektroautos genutzt wurde, überraschend abgeschaltet. Der Autobauer kündigt nun an, an neuen Lösungen zu arbeiten.

11. Juni 2026
VW nahm Schnittstelle für E-Autos vom Netz – arbeitet an Lösung

Volkswagen sieht sich mit erheblichem Unmut von Elektroautobesitzern konfrontiert, nachdem der Konzern eine Programmierschnittstelle (API) unerwartet abgeschaltet hat. Diese Schnittstelle wurde von verschiedenen Drittanbieter-Anwendungen wie Home Assistant Volkswagen Carnet und EVCC genutzt, um beispielsweise den Ladezustand des Akkus abzufragen oder Ladevorgänge zu optimieren. Durch die Abschaltung funktionieren diese Funktionen für Fahrer von VW-, Audi-, Cupra- und Skoda-Modellen nicht mehr.

Der Konzern hatte die Stilllegung der Schnittstelle bereits am 2. April angekündigt. Laut Volkswagen war die ursprüngliche API nur für die eigene Fahrzeug-App-Infrastruktur vorgesehen. Drittanbieter hatten sich mittels Reverse Engineering Zugang verschafft, was dem Unternehmen bekannt war und geduldet wurde.

Das Problem lag laut Volkswagen in der Überlastung der Schnittstelle, die nicht für die hohe Datenabfrage ausgelegt war und zu Fehlern führte. Der Autobauer hat nun auf dokumentierte und standardisierte Schnittstellen umgestellt, um den steigenden technischen Anforderungen und einer hohen Auslastung gerecht zu werden. Volkswagen gibt an, zahlreiche Unternehmen im Vorfeld informiert und bei der Umstellung auf die offiziellen APIs unterstützt zu haben.

Mehrere Partner, darunter Tibber, Enode, Kraken, Ohme, Tronity und EEVEE, sollen die neue Schnittstelle bereits integriert haben. Tibber arbeitet dabei beispielsweise mit Enode zusammen. Während Volkswagen betont, dass die Umstellung für die meisten Partner reibungslos verlief, hat die plötzliche Abschaltung zu erheblichen Einschränkungen und Frustration bei den Endnutzern geführt.

Originalquelle: heise.de