Voygic nutzt KI-Modelle zur Simulation von Marktforschung
Das Startup Voygic ersetzt traditionelle A/B-Tests durch KI-basierte digitale Zwillinge von Konsumenten, um Kosten in der Marktforschung zu senken.

Voygic hat eine Plattform entwickelt, die auf Basis echter Konsumentenreaktionen digitale Abbilder erstellt, um die Wirkung von Werbekampagnen zu simulieren. Ziel des Unternehmens ist es, die hohen Kosten für klassische Marktforschungsstudien und A/B-Tests zu reduzieren, die für viele Unternehmen eine finanzielle Hürde darstellen.
Das System ermöglicht es Anwendern, tausende Werbevarianten gegen diese KI-Personas zu testen. Voygic gibt an, eine Übereinstimmung von 80 Prozent mit menschlichen Testgruppen zu erreichen. Das Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen, die in fremden Märkten agieren und kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung ihrer Werbung überbrücken müssen. Das Startup ist derzeit Teil des Techstars Tokyo Accelerators.
Aktuell verzeichnet das Unternehmen einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von etwa 100.000 US-Dollar. Für Februar 2027 plant das Management eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Millionen US-Dollar, um das Datenwachstum voranzutreiben. Das Preismodell für Kunden variiert je nach Unternehmensgröße und Agenturstatus.
Der langfristige Erfolg des Unternehmens hängt davon ab, ob Kunden bereit sind, ihre Entscheidungen auf synthetische Daten statt auf traditionelle Probanden zu stützen. Die Zuverlässigkeit von KI-Modellen als Ersatz für menschliche Meinungsbildung bleibt in der Branche ein kritisch diskutierter Faktor, dem Voygic mit Datenpräzision begegnen will.