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Technologie

VW und Bosch beenden Allianz für autonomes Fahren

Volkswagen und Bosch beenden ihre "Automated Driving Alliance" (ADA), haben aber eine gemeinsame Softwarebasis für assistiertes und automatisiertes Fahren entwickelt.

24. Juli 2026
VW und Bosch beenden Allianz für autonomes Fahren

Wolfsburg/Gerlingen – Der Volkswagen-Konzern und Bosch haben das Ende ihrer gemeinsamen "Automated Driving Alliance" (ADA) für autonomes Fahren bestätigt. Die beiden Unternehmen teilen mit, dass die Allianz zwar beendet wird, aber zu handfesten Ergebnissen geführt hat.

Im Rahmen der Allianz wurde ein gemeinsamer Software-Stack mit künstlicher Intelligenz entwickelt. Dieser soll sowohl für assistierte als auch für automatisierte Fahrfunktionen genutzt werden können. Die höchste Konfiguration ermöglicht sogenanntes "Handsfree"-Fahren (Level 2++), bei dem der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen kann, die Straße jedoch im Blick behalten muss. Volkswagen plant, die Lösung in verschiedenen Fahrzeugklassen zu integrieren, von Kleinwagen bis zu Premiummodellen, sowohl für Elektro- als auch für Verbrennerplattformen. Eines der ersten VW-Fahrzeuge mit dem System soll der 2027 zur Serienproduktion anstehende VW ID. EVERY1 sein.

Volkswagen-CEO Oliver Blume betonte die zunehmende Bedeutung von Fahrerassistenzsystemen für Kunden zur Steigerung von Sicherheit und Komfort. Er bekräftigte das Ziel des Konzerns, hochautomatisiertes Fahren in Europa und Nordamerika zu etablieren. "Gemeinsam haben wir innerhalb der Automated Driving Alliance eine starke technologische Grundlage geschaffen", sagte Blume. "Darauf bauen wir nun auf – mit klarem Fokus auf Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und schnelle Umsetzung für unsere Marken."

Christoph Hartung, CTO Systems, Software and Services bei Bosch Mobility, zeigte sich optimistisch: "In zukunftsorientierten Feldern wie dem autonomen Fahren ist es sinnvoll, Ressourcen in der Entwicklung zu bündeln. Dies haben wir getan und gemeinsam die technologische Grundlage für skalierbare ADAS-Lösungen geschaffen." Er fügte hinzu, dass Bosch bereits weltweite Aufträge von namhaften Fahrzeugherstellern für seinen Software-Stack gesichert habe.

Als Grund für die Trennung nannte ein Cariad-Sprecher gegenüber heise online, dass sich die Markt- und Technologieentwicklungen für Level-3-Systeme in Europa anders entwickelt hätten als erwartet. Dies deutet darauf hin, dass Volkswagen den Partner Bosch möglicherweise nicht als schnell genug für die Entwicklung von Level-3-Systemen einschätzt. Volkswagen erwägt offenbar neue Partnerschaften, unter anderem eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Mobileye, mit dem bereits an Robotaxis gearbeitet wird.

Originalquelle: heise.de