Warren Buffett bricht 20-jährige Philanthropie-Tradition
Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat die Gates Foundation von seiner jährlichen Aktienzuwendung ausgeschlossen und damit eine 20-jährige Tradition gebrochen. Spekulationen deuten auf interne Spannungen oder eine Überprüfung der Epstein-Verbindungen der Stiftung hin.

Warren Buffett, Vorsitzender und CEO von Berkshire Hathaway, hat seine jährlichen philanthropischen Gaben zur Jahresmitte geändert und dabei die Bill & Melinda Gates Foundation zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ausgeschlossen. Dieser Schritt lenkt einen erheblichen Teil seiner Aktienspenden auf andere Wohltätigkeitsorganisationen um.
Berkshire Hathaway kündigte an, 8.000 Class A-Aktien in 12 Millionen Class B-Aktien umzuwandeln. Davon werden 9 Millionen an die Susan Thompson Buffett Foundation gespendet, während jeweils 1 Million an die Sherwood Foundation, die Howard G. Buffett Foundation und die Novo Foundation gehen. Die Gates Foundation fehlte bei dieser Verteilung auffallend.
Die Abkehr von seiner langjährigen Praxis hat Spekulationen angeheizt. Berichte deuten darauf hin, dass die Entscheidung durch interne Meinungsverschiedenheiten zwischen Buffett und Bill Gates, einem Mitbegründer der Gates Foundation, beeinflusst worden sein könnte. Darüber hinaus unterzieht sich die Gates Foundation Berichten zufolge einer internen Überprüfung ihrer Verbindungen zum verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein, der in Dokumenten im Zusammenhang mit der Stiftung vorkommt.
Buffett hat zuvor seine Absicht geäußert, alle seine Berkshire Hathaway-Aktien innerhalb von etwa acht Jahren zu veräußern, mit dem Ziel, dies bis zum 31. Dezember 2034 abzuschließen. Seine Kinder sollen die letzten Phasen dieses Prozesses überwachen. Die Ergebnisse der Überprüfung der Gates Foundation bezüglich ihrer Epstein-bezogenen Verbindungen werden im Laufe des Sommers erwartet.