Washington D.C. verabschiedet starke Verbraucherschutzgesetze für Konzertticket-Wiederverkäufe
Washington D.C. hat ein neues Gesetz verabschiedet, das den Verbraucherschutz beim Wiederverkauf von Konzerttickets stärkt. Der "RESALE Act" führt eine Preisobergrenze für wiederverkaufte Tickets ein und verbietet spekulative Verkäufe.

Washington D.C. hat eine neue Gesetzgebung zur Stärkung des Verbraucherschutzes bei Konzerttickets verabschiedet, die zu den umfassendsten Wiederverkaufsgesetzen des Landes gehört. Der "RESALE Act", der einstimmig vom D.C. Council verabschiedet wurde, zielt darauf ab, räuberische Ticketpraktiken einzudämmen und einen faireren Zugang zu Live-Unterhaltung zu gewährleisten.
Das Gesetz legt eine Obergrenze von 10 Prozent für den Wiederverkaufspreis von Tickets fest und begrenzt damit effektiv die Wucherpreise auf dem Sekundärmarkt. Es verbietet auch den spekulativen Ticketverkauf, was bedeutet, dass es nun illegal ist, Tickets anzubieten oder zu verkaufen, die der Wiederverkäufer noch nicht erworben hat. Professionelle Wiederverkäufer, die jährlich 50 oder mehr Tickets verkaufen, müssen sich beim Bezirk registrieren lassen, was die Aufsicht erhöht.
Weitere Bestimmungen des Gesetzes schreiben eine vollständige Transparenz bei der Ticketpreisgestaltung vor und verlangen eine klare Aufschlüsselung der Grundkosten und obligatorischen Gebühren. Das Gesetz verbietet auch "Surveillance Pricing", bei dem Verbraucherdaten zur Preismanipulation verwendet werden. Branchenverbände, darunter I.M.P. und die National Independent Venue Association (NIVA), haben diesen Schritt als entscheidenden Schritt zum Schutz von Fans und zur Unterstützung lokaler Veranstaltungsorte begrüßt.
Councilmember Charles Allen, der Verfasser des Gesetzes, erklärte, dass das Gesetz das "wilde Westen"-Umfeld angehe, das durch Ticketwiederverkäufer entstanden sei. Er äußerte die Zuversicht, dass andere Gerichtsbarkeiten dem Beispiel D.C.s folgen werden, und hob das Potenzial des Gesetzes hervor, mehr Geld in der lokalen Wirtschaft zu halten. Seth Hurwitz, Eigentümer von I.M.P., das Veranstaltungsorte wie den 9:30 Club betreibt, kritisierte die Wiederverkäufer dafür, dass sie Tickets horten und künstliche Verknappung erzeugen, was seiner Meinung nach von den Prinzipien der freien Marktwirtschaft abweicht.
Der "RESALE Act" soll Fans in den Vordergrund stellen, indem er übermäßige Aufschläge und irreführende Praktiken verhindert und so die Live-Unterhaltung zugänglicher macht. Diese Gesetzgebungsmaßnahme wird voraussichtlich nicht nur den Verbrauchern zugute kommen, sondern auch dem Ökosystem unabhängiger Veranstaltungsorte und Künstler in Washington D.C.