Sammelklage gegen Webull Corporation wegen irreführender Geschäftspraktiken
Die Anwaltskanzlei Robbins LLP reicht Klage gegen Webull Corporation ein. Vorwurf: Das Unternehmen soll seine operativen Abhängigkeiten von China verschleiert haben.

Die Kanzlei Robbins LLP hat eine Sammelklage gegen Webull Corporation eingeleitet, die sich an Anleger richtet, die zwischen April 2025 und Oktober 2026 Wertpapiere des Unternehmens erworben haben. Im Kern der Klage steht der Vorwurf, dass Webull seine Struktur und Unabhängigkeit gegenüber dem US-Markt falsch dargestellt habe.
Die Klageschrift argumentiert, dass das Unternehmen seine Abhängigkeit von chinesischer Infrastruktur und Personal systematisch heruntergespielt habe, während es sich als rein US-amerikanisches Unternehmen mit isolierten Datensystemen präsentierte. Untersuchungen eines Ausschusses des US-Repräsentantenhauses ergaben, dass über 60 Prozent der Webull-Belegschaft in China ansässig waren, was den früheren öffentlichen Aussagen des Unternehmens widerspricht.
Die Nachricht über diese Diskrepanzen löste im Oktober 2026 einen Kursverlust von 19 Prozent an einem einzigen Handelstag aus. Anleger können bis zum 7. Dezember 2026 beantragen, als Hauptkläger in dem Verfahren zugelassen zu werden.