Webull Corporation wegen irreführender Angaben in Sammelklage verklagt
Gegen Webull Corporation wurde eine Sammelklage eingereicht, da das Unternehmen seine geschäftliche Abhängigkeit von China verschleiert haben soll.

Vor dem US-Bezirksgericht für den mittleren Bezirk von Florida wurde eine Sammelklage gegen die Webull Corporation eingereicht. Die Klage umfasst den Zeitraum vom 26. April 2025 bis zum 6. Oktober 2026 und wird von der Kanzlei Kessler Topaz Meltzer & Check, LLP vertreten.
Den Vorwürfen zufolge hat Webull den Anlegern gegenüber falsche Angaben zu seiner operativen Struktur gemacht. Während das Unternehmen angab, dass seine Tätigkeiten in China auf Forschung und Entwicklung beschränkt seien, deuten die Klagepunkte darauf hin, dass die Kernplattform, die Softwareentwicklung und die Datenspeicherung massiv von chinesischen Ressourcen abhängig waren. Zudem soll das Unternehmen regulatorische Risiken heruntergespielt haben.
Am 7. Oktober 2026 reagierte der Aktienkurs mit einem Einbruch von rund 19 Prozent, nachdem Berichte über eine massive Diskrepanz zwischen der offiziellen Darstellung und der tatsächlichen Personalstruktur des Unternehmens bekannt wurden. Anleger, die sich der Klage anschließen möchten, haben bis zum 7. Dezember 2026 Zeit, den Status als Hauptkläger zu beantragen.