Welthungerhilfe setzt Unterstützung in Afghanistan fort
Die Welthungerhilfe setzt ihre humanitäre Hilfe in Afghanistan fort und führt Gespräche mit den lokalen Behörden, um den Zugang von Frauen zu Hilfsprogrammen zu sichern.

Die deutsche Organisation Welthungerhilfe setzt die Lieferung von essentieller humanitärer Hilfe für die Bevölkerung in Afghanistan fort. Nach Gesprächen mit den lokalen Behörden bemüht sich die Organisation sicherzustellen, dass Frauen uneingeschränkt an Hilfsprogrammen teilnehmen können, im Einklang mit den Bemühungen der Vereinten Nationen. Dies war entscheidend für die Fortsetzung von Hilfsprojekten im Land.
Nachdem im Dezember vergangenen Jahres ein Arbeitsverbot für Frauen verhängt wurde, setzte die Welthungerhilfe ihre Projekte bis Mitte Februar vorübergehend aus. Während dieser Zeit führte die Organisation politische Gespräche mit der internationalen Gemeinschaft und passte ihre Arbeitsprozesse an die veränderten Bedingungen an, wobei die Sicherheit der lokalen Mitarbeiterinnen im Vordergrund stand. Seit Februar wurde die Verteilung von Nahrungsmittelhilfen in verschiedenen Teilen Afghanistans wieder aufgenommen, wobei im Februar und März über 35.000 Haushalte unterstützt wurden.
Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, erklärte, dass die Organisation intensive Verhandlungen mit lokalen Behörden geführt habe, um Lösungen zu finden. „Wir können sicherstellen, dass unsere Hilfe bei Frauen und Mädchen ankommt“, sagte Mogge. Zusätzlich zur Nahrungsmittelhilfe erhielten etwa 3.000 Haushalte Futter für ihre Tiere. Seit April wurde die Nahrungsmittelhilfe durch die Verteilung von landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut für Gemüsegärten erweitert.
Die Welthungerhilfe äußert jedoch Besorgnis über die abnehmende internationale Unterstützung für die humanitäre Krise in Afghanistan. Nur etwa fünf Prozent der für 2023 benötigten Hilfsgelder wurden bisher finanziert. Mogge warnte, dass Hunger und Armut Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten, da die De-facto-Regierung an dem Beschäftigungsverbot festhält und es weltweit zahlreiche andere humanitäre Krisen gibt.