Welthungerhilfe: Humanitäre Krise in Mali verschärft sich
Mali leidet unter komplexen Krisen mit dramatischen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Die Zahl der Menschen, die humanitäre Hilfe benötigen, hat sich seit 2017 mehr als verdoppelt.

Die Welthungerhilfe berichtet von einer sich verschärfenden humanitären Krise in Mali. Nach einer Reise im März 2023 benötigen schätzungsweise 8,8 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung – mehr als doppelt so viele wie 2017. Viele soziale Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitsstationen sind den anhaltenden Kämpfen zum Opfer gefallen.
Die schlechte Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes stellt eine der größten Herausforderungen dar. Bis Ende 2022 mussten rund 400.000 Menschen ihre Dörfer aus Angst vor brutalen Übergriffen verlassen und suchen Schutz in bereits unter Hunger und Armut leidenden Gebieten.
Die Organisation betont die Notwendigkeit, die Arbeit in Mali fortzusetzen und die am stärksten betroffenen Menschen zu unterstützen. Gefordert wird eine Antwort, die nicht nur humanitäre Hilfe umfasst, sondern auch lokale Entwicklungsinitiativen und die Stärkung gesellschaftlicher Strukturen einschließt. Von Gebern erhofft sich die Welthungerhilfe mehr Flexibilität bei Projektlaufzeiten und beim Übergang von humanitärer Hilfe zu langfristiger Unterstützung, beispielsweise für wirtschaftliche Aktivitäten.
Welthungerhilfe ist seit über 50 Jahren in Mali aktiv. Die Organisation setzt ihre Arbeit mit lokalen Partnern fort und unterstützt die Zivilgesellschaft des Landes. Eine starke und vielfältige Zivilgesellschaft sei für einen dauerhaften Frieden unerlässlich und müsse nachhaltig gestärkt werden.