Welthungerhilfe stockt Nothilfe für Flüchtlinge im Sudan auf
Die Welthungerhilfe stellt 300.000 Euro zusätzlich für Nothilfemaßnahmen im Sudan bereit. Die Mittel sollen Flüchtlinge unterstützen, die vor den Kämpfen fliehen und in sicherere Landesteile gehen.

Die Welthungerhilfe erhöht ihre Nothilfemaßnahmen im Sudan um zusätzliche 300.000 Euro, um auf die aktuelle Krise zu reagieren. Die Gelder sind für die Unterstützung von Flüchtlingen vorgesehen, die vor den andauernden Kämpfen fliehen und Schutz in sichereren Regionen des Landes suchen.
In Port Sudan befinden sich laut Welthungerhilfe etwa 20.000 Menschen seit Tagen auf öffentlichen Plätzen ohne Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung oder Unterkünften. Viele dieser Betroffenen waren bereits zuvor vor Bürgerkriegen aus Syrien oder dem Jemen in den Sudan geflohen und müssen nun erneut fliehen. Die Organisation plant zudem, in den Provinzen Kassala und Gedaref Menschen zu unterstützen, die von den Auswirkungen der Kämpfe betroffen sind.
Darüber hinaus bereitet die Welthungerhilfe Hilfsmaßnahmen für sudanesische Flüchtlinge in angrenzenden Ländern wie dem Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik vor. „Die Menschen sind verzweifelt, es fehlt an allem, was zum Überleben gebraucht wird: Wasser, Nahrung, Unterkünfte und medizinische Versorgung. Viele sind zum wiederholten Mal vertrieben worden“, schildert Landesdirektor Michael Gabriel die Lage vor Ort.
Der Machtkampf in der Hauptstadt Khartum, der vor etwa vier Wochen begann, hat zu schweren Kämpfen und einer massiven Fluchtbewegung innerhalb und außerhalb des Sudan geführt. Schätzungen zufolge sind etwa 700.000 Menschen im Sudan vertrieben, und Tausende haben Zuflucht in Nachbarländern gesucht. Viele sind nur mit wenigen Habseligkeiten geflohen und benötigen dringend Überlebenshilfe. Bereits vor der aktuellen Krise waren laut UN rund 16 Millionen Menschen im Sudan auf Hilfe angewiesen.