WhatsApp testet Altersangaben in Indien vor neuem Datenschutzgesetz
Die Messaging-App WhatsApp, die zu Meta gehört, fordert Nutzer in Indien nun zur Angabe ihres Geburtsdatums auf. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf das kommende Digital Personal Data Protection Act (DPDP Act) in Indien.

Die zu Meta gehörende Messaging-App WhatsApp hat damit begonnen, bei einigen Nutzern in Indien die Angabe des Geburtsdatums zu testen. Das Unternehmen gab an, dass diese Initiative zur Einhaltung des bevorstehenden Digital Personal Data Protection Act (DPDP Act) dient, der von der indischen Regierung vorgeschrieben wird.
Das DPDP Act, dessen wesentliche Bestimmungen am 13. Mai 2027 vollständig in Kraft treten, legt spezifische Verpflichtungen für Plattformen hinsichtlich der Verarbeitung von Daten von Kindern fest, die als Personen unter 18 Jahren definiert sind. Eine wesentliche Anforderung ist die Einholung einer überprüfbaren elterlichen Zustimmung, bevor personenbezogene Daten eines Kindes gesammelt oder verarbeitet werden dürfen.
WhatsApp teilte mit, dass man "datenschutzfreundliche Methoden testet, mit denen Personen ihr Alter bestätigen können". Das Unternehmen versicherte, dass dieser Prozess das Nutzererlebnis auf WhatsApp nicht verändern und auch nicht dazu führen wird, dass sensible, altersbezogene Informationen an andere Nutzer weitergegeben werden. Die Funktion befindet sich derzeit in einer Testphase und wird noch nicht für alle Nutzer ausgerollt.
Darüber hinaus verbietet das DPDP Act Tracking, Verhaltensüberwachung und zielgerichtete Werbung für Kinder. WhatsApp wird Mechanismen implementieren müssen, um Nutzer unter 18 Jahren zu identifizieren, eine überprüfbare elterliche Zustimmung einzuholen und diese Verbote einzuhalten, um potenzielle Verstöße nach Inkrafttreten des Gesetzes zu vermeiden.