WHO klärt über Desinformation und deren Folgen für die öffentliche Gesundheit auf
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Fragensammlung veröffentlicht, die die schädlichen Auswirkungen von Desinformation und Fehlinformationen auf die öffentliche Gesundheit detailliert beschreibt. Die Ressource erläutert die Unterscheidung zwischen falschen und absichtlich irreführenden Inhalten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein umfassendes Fragensammlung herausgegeben, das sich mit den nachteiligen Auswirkungen von Desinformation und Fehlinformationen auf die öffentliche Gesundheit befasst. Der Inhalt unterscheidet zwischen Fehlinformation, der Verbreitung falscher Informationen ohne die Absicht zu täuschen, und Desinformation, die vorsätzlich mit Wissen um ihre Falschheit erstellt und verbreitet wird, um zu täuschen und Schaden zuzufügen. Die Motivationen für Desinformation können von wirtschaftlichem Gewinn bis hin zu ideologischen oder politischen Agenden reichen.
Die Organisation betont, wie Informationsmanipulation die Ergebnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit erheblich beeinträchtigen kann. Während der COVID-19-Pandemie schuf eine Konfluenz aus globaler Angst, Unsicherheit und weit verbreiteter digitaler Informationsweitergabe fruchtbaren Boden für Desinformation. Dies führte zu weit verbreitetem Zweifel an Behandlungen, der Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen sowie dem Nutzen von Maßnahmen zur öffentlichen Gesundheit, was zu sozialen Unruhen und in einigen Fällen zu erhöhter Sterblichkeit beitrug.
Historisch gesehen ist gesundheitsbezogene Desinformation kein neues Phänomen, mit Beispielen, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen und sich bis zu neueren Ausbrüchen wie Ebola und Mpox fortsetzen. Moderne Motivationen für die Verbreitung von Desinformation sind komplex und entwickeln sich von historischen Bemühungen, marginalisierte Gruppen zu beschuldigen, bis hin zu zeitgenössischen geopolitischen Spannungen, bei denen ein Akteur versuchen kann, die öffentlichen Gesundheitsinterventionen eines anderen zu untergraben. Sie wird auch eingesetzt, um Verwirrung zu säen, politische Spaltungen zu vertiefen, das Vertrauen in wissenschaftliche und zivile Institutionen zu untergraben oder zum persönlichen finanziellen Vorteil.
Die WHO und ihre Partner entwickeln Strategien zur Bekämpfung gesundheitsbezogener Desinformation. Zu den wichtigsten Ansätzen gehören die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, die Förderung kritischen Denkens und digitaler Kompetenz sowie die Unterstützung vertrauenswürdiger Informationsquellen. Die Verbesserung der Faktencheck-Aktivitäten und die Förderung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen, einschließlich Anbietern sozialer Medien und Strafverfolgungsbehörden, sind entscheidende Schritte zur Bekämpfung dieser sich entwickelnden Bedrohung.